Gemeinsame Initiative: Wissenschaft, Selbsthilfe und Wirtschaft fordern nationale Strategie für Hörgesundheit
Starnberg, 6. Mai 2026 – Hörgesundheit muss in Deutschland endlich strategisch und gesamtheitlich gedacht werden: Das ist die zentrale Forderung eines hochkarätig besetzten Runden Tisches im Österreichischen Generalkonsulat in München, initiiert im Rahmen des europäischen Hearing Health Forums EU. Dort wurde Ende März das Positionspapier zur Hörgesundheit vorgestellt und im Anschluss mit Fachleuten aus Medizin, Audiologie, Versorgungseinrichtungen sowie Patientenvertretungen diskutiert. Gemeinsam riefen alle Beteiligten zur Umsetzung einer nationalen Strategie für Hörgesundheit auf. Auch der Deutsche Hörverband e.V., der Deutsche Schwerhörigenbund e.V., die Deutsche Cochlea-Implantat-Gesellschaft e.V., die Europäische Vereinigung der Cochlea-Implantat-Nutzer a.s.b.l. und die Hearring-Gruppe beteiligen sich an der Initiative.
- Expertenrunde in München präsentiert Positionspapier und fordert konkrete Maßnahmen für verbesserte Prävention, Früherkennung und Versorgung.
- In Deutschland lebt aktuell jeder Fünfte mit einer Hörminderung, rund 16 Millionen Menschen sind betroffen.
- Interessierte können die Initiative durch Ausfüllen eines Online-Formulars unterstützen.
Während Belgien als europäisches Land bereits erste Impulse gesetzt hat, sehen Experten auch in Deutschland erhebliches Potenzial – sowohl in der Versorgung, als auch in der strategischen Weiterentwicklung der Hörgesundheit.
Hörverlust: unterschätzte Volkskrankheit mit gravierenden Folgen
Die Zahlen sind eindeutig: Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland leben laut Initiative Hörgesundheit mit einer Hörminderung. Hörverlust gilt als einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz und geht nicht nur mit erheblichen gesundheitlichen, sondern auch mit wirtschaftlichen Folgen einher: Für Deutschland beziffern Experten das Einsparpotenzial durch eine strukturierte Versorgung auf bis zu 39 Milliarden Euro pro Jahr. Die Zahlen für Europa sind noch gravierender: Eine Studie der Brunel University London hat herausgefunden, dass Hörminderung und ihre Begleiterkrankungen zu 53 Milliarden Euro direkten Folgekosten (medizinische Ausgaben) und indirekten Kosten (wirtschaftliche Folgekosten) für die zentraleuropäischen Staaten führen. Die Initiierenden und Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung zum deutschen Positionspapier für Hörgesundheit sind sich einig, dass Hörverlust oftmals viel mehr ist als eine Einschränkung des Hörens: Er betrifft die gesamte Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe.
Klare Forderungen: Prävention, Früherkennung und moderne Versorgung
Das vorgestellte Positionspapier formuliert konkrete Maßnahmen entlang der gesamten Versorgungskette. Dazu gehören:
- flächendeckende Hörscreenings vom Kindes- bis ins hohe Erwachsenenalter
- stärkere Integration der Hördiagnostik in bestehende Vorsorgeprogramme
- konsequente Lärmschutzmaßnahmen in Arbeitswelt und Freizeit
- Ausbau digitaler und telemedizinischer Versorgungsangebote
- Abbau von Barrieren für Menschen mit Hörbeeinträchtigung zur Förderung der Teilhabe, Stärkung der Selbstbestimmungsrechte von Patienten durch Aufklärung, Abbau von Vorurteilen gegenüber Hörbeeinträchtigung
Ein besonderer Fokus liegt auf der Früherkennung: Sie entscheidet maßgeblich darüber, ob Betroffene rechtzeitig versorgt werden und langfristig aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Hörgesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
MED-EL, führender Anbieter von Hörimplantatlösungen, engagiert sich innerhalb des Hearing Health Forums EU aktiv für eine nachhaltige Verbesserung der Hörversorgung und sieht politischen Handlungsbedarf: „Hörverlust ist eine der am meisten unterschätzten Volkskrankheiten unserer Zeit mit enormen individuellen und gesellschaftlichen Folgen. Deutschland hat hier die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und wichtige Impulse zu geben. Dafür braucht es jetzt eine nationale Strategie, die Prävention, Früherkennung und moderne Versorgung konsequent zusammenführt“, erklärt Gregor Dittrich, Geschäftsführer von MED-EL Deutschland.
Manifest online unterstützen
Mit dem Positionspapier und einem begleitenden Manifest ruft das Hearing Health Forum EU die Politik dazu auf, Hörgesundheit als festen Bestandteil der Gesundheitsstrategie zu verankern. Ziel ist eine ressortübergreifende, nachhaltige Strategie, die Prävention, Versorgung und Teilhabe gleichermaßen stärkt. Interessierte können das Manifest online unterstützen und so ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und konkrete Maßnahmen im Bereich Hörgesundheit setzen:

Informationen und Teilnahme: https://www.hearinghealth.eu/strategiehoergesundheit/
Über MED-EL
MED-EL Medical Electronics, ein führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeitenden aufnahm. Mittlerweile beschäftigt MED-EL mehr als 3.100 Mitarbeitende aus rund 90 Nationen an 30 Standorten weltweit.
Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust. Die von uns entwickelten Hörlösungen werden in mehr als 140 Ländern implantiert. Mit Niederlassungen auf der ganzen Welt bieten wir unseren Nutzer*innen aus über 175 Ländern verlässliche Betreuung und Unterstützung. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur elektrisch-akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. www.medel.com
Über MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH
Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH wurde 1992 als erste Tochterfirma des Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmens MED-EL Medical Electronics in Starnberg gegründet. Heute betreuen über 200 Mitarbeitende Nutzer*innen von MED-EL-Hörimplantat-Systemen sowie Beschäftigte in Kliniken, in Hörakustik-Unternehmen und Verantwortliche im Vertriebsgebiet Deutschland, Niederlande, Finnland und den ABC-Inseln in den Niederländischen Antillen. Mehr Informationen unter www.medel.de
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