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Bei MED-EL Deutschland zahlen sich Motivation, Talent und Leistungsbereitschaft buchstäblich aus

Okt 14, 2021

Starnberg, 14. Oktober 2021 (ar): Wenn die diesjährige MED-EL-Stipendiatin ein Gefühl benennen müsste, das sie im Laufe ihres Lebens immer wieder begleitet hat, dann wäre es wohl tiefe Dankbarkeit. Denn ohne die Hilfe und das große Engagement der zahlreichen Menschen in ihrem Umfeld, wäre die heute 20-jährige wohl nicht das, was sie ist: eine taub geborene, als Kleinkind beidseitig mit MED-EL Cochlea-Implantaten versorgte lebensfrohe, junge Frau, die Dank immens hoher Eigenmotivation und früher Förderung eine Regelschule besuchen konnte und nun im ersten Semester an der PH Heidelberg Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Hören studiert. Dass sie später etwas von ihrer Erfahrung an hörgeschädigte Kinder und deren besorgte Eltern weitergeben will, war Lena Marie Stöppler spätestens nach ihrem Sozialpraktikum im CIC (Cochlear Implant Centrum) Rhein-Main in Friedberg klar. Die Aufnahme eines Studiums der Sonderpädagogik zum Sommersemester 2021 war daher nach dem bestandenen Abitur die logische Folge ihres Wunsches, in Zukunft ein kompetentes Gegenüber im Unterricht und in der Beratung hörgeschädigter Kinder und deren Eltern sein zu wollen. Lena Maries außergewöhnliche Leistungsbereitschaft, Motivation und ihr Talent blieben auch bei MED-EL Deutschland nicht ungeachtet. „Uns begeistert neben vielen anderen Tugenden besonders ihre große Portion Engagement für hörgeschädigte Kinder und deren Eltern“, begründet Gregor Dittrich, Geschäftsführer MED-EL Deutschland, die Entscheidung des Gremiums. Daher darf sich die junge Hessin ab dem kommenden Herbst-Winter-Semester ein Jahr lang über das diesjährige MED-EL Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich freuen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Bereits nach ihrer Geburt waren sich Lena Maries Eltern immer wieder ein wenig unsicher, ob sie denn „richtig“ hören konnte. Doch erst kurz nach ihrem ersten Lebensjahr im Jahr 2002 wurden sie in die Uni-Klinik zu einem Hörtest überwiesen. Die Diagnose war ein Schock! Ihr kleines Mädchen war hochgradig schwerhörig, die medizinische Diagnose lautete „bilaterale konnatale sensorineurale Schwerhörigkeit“. Doch Lena Maries Eltern verfielen nicht in Schockstarre, sie handelten. Nach einer kurzen Testphase mit Hörgeräten, die keine Ergebnisse zeigte, entschieden sie sich rasch für die Implantation eines Cochlea-Implantats und so wurde Lena Marie bereits im kleinsten Kleinkindalter von 1,5 Jahren im Oktober 2002 einseitig versorgt. Die ersten positiven Reaktionen zeigten sich schnell. Auch deshalb entschieden sich ihre Eltern zu einem weiteren Eingriff und so bekam die dann Zweijährige im Mai 2003 ihr zweites CI eingesetzt. Sie war somit schon sehr früh beidseitig versorgt. „Meine Eltern waren sehr engagiert und förderten und unterstützten mich, um einen guten Weg in die hörende Welt zu finden. Während meiner Kindergartenzeit wurde ich als Integrationskind von einer entsprechenden Erzieherin betreut, die Frühförderin besuchte mich regelmäßig und die in den Kindergarten kommende Logopädin verhalf mir zu einer guten Aussprache“, so die Wahl-Heidelbergerin heute. Dass neben einer großen Portion Hilfe von anderen eine noch größere Portion Eigenengagement und Power hinter dem Lebensweg der angehenden Sonderpädagogin stecken, beweist die Tatsache, dass Lena Marie von jeher den ihr vermittelten Lernstoff mit einem größeren Arbeitspensum zuhause aufgearbeitet hat. Denn obwohl sie in der „hörenden Welt“ längst angekommen und ein Leben ohne ihre CIs für sie nicht mehr denkbar ist, gibt es für sie noch ein paar Einschränkungen im Hören und Verstehen, die Lena Marie jedoch gerne mit einem Mehraufwand an Arbeit wettmacht. Da dies jedoch mehr Zeit erfordert kam die Studentin auf die Idee, sich um das diesjährige MED-EL Stipendium zu bemühen, für das sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche studierende und promovierende MED-EL CI-Träger*innen aller Fachrichtungen und Nationalitäten beworben haben. Umso dankbarer ist sie nun für die finanzielle Unterstützung, da sie sich nun ein Jahr lang voll auf ihr Studium konzentrieren kann, ohne eventuell gleich mehrere Aushilfsjobs annehmen zu müssen.

Weil Engagement für sich und andere wichtig ist

Dass neben der fachlichen Qualifikation vor allem auch die persönliche Eignung jenseits guter Noten für die Auswahl des Stipendien-Gremiums eine besonders große Rolle spielt, haben bereits die Gewinner der Vorjahre unter Beweis gestellt. Lena Marie Stöppler konnte nun durch ihr herausragendes Engagement für hörgeschädigte Kinder und deren Eltern überzeugen. Neben ihrem Einsatz im CIC Friedberg, der die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen sollte, absolvierte die ehemalige Abiturientin bereits zwei weitere Praktika mit dem Schwerpunkt Hören – an der Frida-Kahlo-Schule in Bruchköbel, Lena Maries Heimatort, sowie an der Johannes-Vatter-Schule in Friedberg. „Die Arbeit mit Kindern bereitet mir großen Spaß und dass ich eine adäquate Ansprechpartnerin für Eltern sein kann, wurde mir gepiegelt“, so Lena Marie. Ihre positive Energie zeigt sich auch in ihren durchweg hervorragenden Empfehlungsschreiben. Darin heisst es unter anderem, dass man sich kaum eine bessere Botschafterin für die Firma MED-EL vorstellen könne: Bilateral CI-versorgt und zukünftig auch beruflich im Sinne aller CI-versorgten Menschen im Feld. Genau dieses Engagement überzeugte auch MED-EL Deutschland: „Lena Marie Stöpplers Einsatz gebührt unser voller Respekt. Gerade ihre vielfältigen persönlichen Erfahrungen können ihr in Zukunft bestimmt eine große Unterstützung sein – das bestätigen ihre versierten Fürsprecher*innen genauso. Daher freuen wir uns, eine so passende Gewinnerin 2021 ernennen zu dürfen“, so Gregor Dittrich. Die Übergabe der Stipendiaten-Urkunde fand im kleinen festlichen Rahmen am 13. Oktober bei MED-EL Deutschland in Starnberg statt.

Honorarfreie Bilder und Infografiken finden Sie zum kostenfreien Download im Bildarchiv unter: http://www.comeo.de/pr/kunden/med-el/bildarchiv.html

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Über MED-EL

MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 2.200 Personen aus ca. 75 Nationen in 30 Niederlassungen. Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen in 124 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. Über 95% der Hörimplantate werden exportiert und von mehr als 3.700 Kliniken weltweit verwendet. www.medel.com

MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH

Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH wurde 1992 als erste Tochterfirma des Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmens MED-EL Medical Electronics in Starnberg gegründet. Über 150 MitarbeiterInnen sind für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreuen Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörakustiker und Verantwortliche im Vertriebsgebiet Deutschland, Niederlande, Finnland, Luxemburg und den ABC Inseln in den Niederländischen Antillen. Mehr Informationen unter www.medel.de

MED-EL Schweiz GmbH

Im Dezember 2017 wurde darüber hinaus die MED-EL Schweiz GmbH mit Sitz in Tägerwilen im Kanton Thurgau gegründet. Diese Niederlassung ist hundertprozentiges Tochterunternehmen der MED-EL Medical Electronics in Innsbruck. Geschäftsführer der MED-EL Schweiz GmbH ist Gregor Dittrich. Das Schweizer Team ist für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreut Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörgeräteakustiker und Verantwortliche in der gesamten Schweiz. www.medel.com/ch

MED-EL Care & Competence Center GmbH

Die MED-EL Care & Competence Center GmbH mit Sitz in Starnberg ist hundertprozentiges Tochterunternehmen der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH. Geschäftsführer der MED-EL Care & Competence Center™ GmbH und der MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH ist Gregor Dittrich. Mit den MED-EL Care Centern™ in Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, München und Tübingen, sowie in Helsinki und dem niederländischen Utrecht erfüllt das Unternehmen den Anspruch eines lokalen Kompetenzzentrums und bietet Informationen rund um das Thema MED-EL Hörimplantat-Lösungen und Nachsorge. Speziell geschulte Experten bieten umfassenden Service und Informationen für Menschen, die bereits ein Hörimplantat nutzen sowie Menschen mit Hörverlust. Zudem unterstützt das Unternehmen durch die enge Zusammenarbeit mit Kliniken sowie durch qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildungsprogramme den gesamten Versorgungs- und Nachsorgeprozess. Öffnungszeiten der MED-EL Care Center™ und weitere Informationen zur MED-EL Care & Competence Center GmbH unter www.medel.de

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