MED-EL: Österreichischer Pioniergeist mit globaler Wirkung

Wien / Innsbruck, 7. Mai 2026 – MED‑EL zählt weltweit zu den führenden Unternehmen in der Hörimplantat‑Versorgung. Aus einer visionären Idee, den Hörsinn zu ersetzen, entstand ein international tätiges Medizintechnikunternehmen, das hunderttausenden gehörlosen Menschen das Hören ermöglicht. MED‑EL Wien fungiert als regionale Drehscheibe für 20 Länder.

 

  • Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Innsbruck entwickelt Hörimplantate auf Weltniveau und exportiert in 140 Länder.
  • Made in Austria: Entwicklung, Forschung und Implantatfertigung am Standort Innsbruck ermöglichen kurze Wege, höchste Qualitätsstandards sowie eine schnelle Umsetzung und Weiterentwicklung innovativer Hörimplantate.
  • MED‑EL Wien, von Area Manager Dipl.-Ing. Ewald Thurner seit 33 Jahren geführt, ist internationale Drehscheibe für die Hörimplantat‑Versorgung in 20 Ländern.

 

Technologie, die Leben verändert

MED‑EL wurde 1990 von Ingeborg Hochmair‑Desoyer und Erwin Hochmair gegründet, die 1977 das weltweit erste mikroelektronische Mehrkanal‑Cochlea‑Implantat entwickelt hatten. Forschung, Entwicklung und Fertigung befinden sich bis heute am Unternehmenssitz in Innsbruck.

Der Standort Wien spielt seit 33 Jahren eine zentrale Rolle. Als regionale Drehscheibe koordiniert MED‑EL Wien die Versorgung in Österreich und weiteren 20 Ländern in Europa sowie des Nahen Ostens und Nordafrikas. Neben Vertrieb und Marktbetreuung liegt der Schwerpunkt auf der klinischen Begleitung und langfristigen Nachsorge.

Maßgeblich an diesem internationalen Aufbau beteiligt war der Elektrotechniker Dipl.-Ing. Ewald Thurner, der MED‑EL Wien seit seiner Gründung als Area Manager leitet. „Für mich war schon bald klar: MED-EL verlasse ich nicht mehr, denn Menschen das Hören zu schenken, macht mich glücklich. Die Firma ist für mich eine zweite Familie geworden, so Thurner. Diese familiäre Atmosphäre zeigt sich auch im Arbeitsalltag: F&E-Mitarbeiter*innen, HNO-Ärzt*innen und Techniker*innen stehen in direktem Kontakt mit den Cochlea-Implantierten. Deren Feedback fließt unmittelbar in die Weiterentwicklung ein. „Geht nicht – gibt’s nicht“ lautet das Motto von Ewald Thurner und seinem Team.


Hören kennt keine Grenzen

Hören ermöglicht Kommunikation, Lernen und die soziale Verbindung mit der hörenden Welt. Besonders für Kinder ist Zeit ein entscheidender Faktor. Je früher ein gehörlos geborenes Kind mit einem Cochlea-Implantat (CI) versorgt wird, desto größer sind dessen Chancen auf eine sprachliche, soziale und schulische Entwicklung, die ähnlich jener von Kindern mit gesundem Gehör verläuft.

Wer einen Hörverlust zu spät behandelt, riskiert, dass Entwicklungsrückstände nicht mehr vollständig aufgeholt werden können.

Taub geborene Kinder werden daher in Österreich üblicherweise im ersten Lebensjahr auf beiden Seiten mit Cochlea-Implantate versorgt. Das ist jedoch nicht überall so.

„Wir wollen nicht, dass Kinder die Chance auf Hören verpassen. Bei ihnen schließt sich das Zeitfenster nach wenigen Jahren. Unsere Verantwortung endet aber nicht an Landesgrenzen,“ erklärt Thurner, warum sich MED-EL Wien auch in Regionen mit eingeschränkter medizinischer Infrastruktur, etwa in Teilen Afrikas, Osteuropas oder dem Balkan engagiert.

Vom Start-Up zum Hightech‑Unternehmen

Technologische Innovation bei MED‑EL ist stets an einen klaren Zweck gebunden: nachhaltige, lebenslange Hörversorgung für alle Betroffenen, egal ob gehörlos geborenes Kind oder spät ertaubter Senior.

Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte verlief rasant: Cochlea‑Implantate sind heute kleiner, leistungsfähiger und individueller als je zuvor. Sie sind so konzipiert, dass sie jahrzehntelang im Körper bleiben können, während die kleinen, außen getragenen Audioprozessoren laufend weiterentwickelt werden.

Von diesen Innovationen profitieren die Nutzer*innen. Was früher kaum vorstellbar war, ist heute Realität. Die meisten Implantierten kommunizieren problemlos, können telefonieren, hören Musik, einige musizieren sogar selber. Viele besuchen Regelschulen. Fortschrittlichste Signalverarbeitung, künstliche Intelligenz, Personalisierung vor und nach der Operation sowie moderne, teils robotergestützte Chirurgie bilden die Grundlage für diese Entwicklung.

„Wenn ich Studenten treffe, die ich als Babys vor 20 Jahren bei der Cochlea-Implantation betreut habe, und die heute in mehreren Sprachen auf internationalen Bühnen über ihr Leben mit CI referieren, berührt mich das immer noch. Eine so sinnstiftende Arbeit findet man selten,“ freut sich der MED-EL Wien Area Manager.

 

High-Tech Made in Austria

Unter Dipl. Ing. Alexander Mayr, der als Fertigungsleiter das Unternehmen seit seiner Gründung mitprägt, werden MED-EL Hörimplantate in zwei hochmodernen Produktionsstätten in Innsbruck hergestellt. Automatisierte und robotergestützte Prozesse in Kombination mit der Erfahrung, Feinmotorik und Problemlösungskompetenz der Mitarbeiter*innen sorgen für höchste Präzision.

Flexible Produktionslinien und modernste Arbeitsplätze machen es möglich, neue Technologien und Produktinnovationen rasch umzusetzen. Eine hohe Versorgungssicherheit ist auch durch die bewusste geographische Wahl der Zulieferer gewährt. Die meisten sind auf dem Landweg erreichbar, was die Produktion auch bei Einschränkungen im globalen Flugverkehr stabil hält.

„In der Implantatfertigung bleibt eines immer konstant: Wir streben nach den höchsten Qualitätsstandards. Warum? Weil wir wissen, dass Menschen auf der ganzen Welt dank unserer Arbeit hören können.“

Alexander Mayr, Head of Implant Manufacturing

 

 Großes Potenzial für Aufklärung

Obwohl Cochlea‑Implantate in Österreich entwickelt und hergestellt werden, ist das Wissen darüber in der Bevölkerung begrenzt. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass rund 60 Prozent der Österreicher*innen noch nie von Cochlea‑Implantaten gehört haben, obwohl die grundsätzliche Akzeptanz hoch ist. Für MED EL ist Aufklärungsarbeit daher ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensmission. Damit noch mehr Betroffene von dieser Technologie profitieren und österreichische Innovationskraft weltweit hörbar wird.

 

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Über MED-EL

MED-EL Medical Electronics, ein führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Mittlerweile beschäftigt MED-EL mehr als 3.100 Mitarbeiter aus rund 90 Nationen an 30 Standorten weltweit.

Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen in mehr als 140 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. www.medel.com  

 

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