MED-EL Gründer Ingeborg und Erwin Hochmair mit dem Richard N. Merkin Prize in Biomedical Technology 2026 ausgezeichnet
15. September 2026 – Innsbruck, Österreich: Ingeborg und Erwin Hochmair, die Gründer von MED-EL, wurden heute mit dem Richard N. Merkin Prize in Biomedical Technology 2026 ausgezeichnet. Der renommierte Preis würdigt ihren wegweisenden Beitrag zur Entwicklung des modernen Cochlea-Implantats, einer Technologie, die heute Menschen weltweit Zugang zu Hören und Kommunikation ermöglicht.
- Renommierte Auszeichnung würdigt Pionierleistungen, die die Hörversorgung nachhaltig geprägt haben.
- Ingeborg und Erwin Hochmair legten mit ihrer Forschung den Grundstein für die moderne Cochlea-Implantat-Technologie.
- Der Preis würdigt ihr jahrzehntelanges Engagement für Menschen mit Hörverlust weltweit.
Gemeinsam mit Graeme Clark, Michael Merzenich und Blake Wilson wurden die Hochmairs für ihre Verdienste um die Entwicklung des modernen Cochlea-Implantats geehrt. Der mit 400.000 US-Dollar dotierte Richard N. Merkin Prize in Biomedical Technology wird vom Broad Institute, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung von MIT und Harvard, vergeben. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten und Innovationen, die die medizinische Versorgung nachhaltig voranbringen und einen nachweisbaren Nutzen für Patientinnen und Patienten schaffen.
Wie eine Vision die Hörversorgung veränderte
„Der Erfolg des Cochlea-Implantats beruht auf zahlreichen wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen, die über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Disziplinen und Ländern erzielt wurden“, sagt Nobelpreisträger Harold Varmus, Vorsitzender des Auswahlkomitees des Merkin Prize. „Mit dem Merkin Prize würdigen wir jene Persönlichkeiten, deren Beiträge für die Entwicklung einer der bedeutendsten Medizintechnologien unserer Zeit unverzichtbar waren.“
Bereits in den 1970er-Jahren arbeiteten Ingeborg und Erwin Hochmair an der Technischen Universität Wien an einer Idee, die damals vielen als visionär galt: Menschen durch die direkte elektrische Stimulation des Hörnervs wieder Zugang zur Welt der Klänge zu ermöglichen.
1977 gelang die erfolgreiche Implantation des weltweit ersten mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats. Dieser Meilenstein gilt heute als einer der entscheidenden Durchbrüche auf dem Weg zum modernen Cochlea-Implantat. Aus der visionären Forschungsarbeit von Ingeborg und Erwin Hochmair entstand später MED-EL, heute ein weltweit führender Anbieter von Hörimplantatlösungen. Das Unternehmen entwickelt Hörlösungen für Menschen jeden Alters und setzt sich dafür ein, Hörverlust als Barriere für Kommunikation und Lebensqualität zu überwinden.
Auszeichnung für jahrzehntelange Pionierarbeit
„Diese Auszeichnung ist für uns eine große Ehre“, sagt Ingeborg Hochmair, Mitgründerin und CEO von MED-EL. „Das Cochlea-Implantat ist das Ergebnis jahrzehntelanger Zusammenarbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, klinischen Teams sowie Menschen mit Hörimplantaten. Der Preis zeigt, was entstehen kann, wenn Forschung und Innovation konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen.“
Erwin Hochmair, Mitgründer von MED-EL, ergänzt: „Die Entwicklung des Cochlea-Implantats erforderte Ausdauer, Neugier und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Es erfüllt uns mit großer Freude zu sehen, wie sich die Technologie weiterentwickelt hat und wie viele Menschen weltweit heute davon profitieren.“
Blick nach vorn
Für MED-EL ist der Richard N. Merkin Prize zugleich eine Anerkennung für die weltweite Gemeinschaft, die die Hörversorgung Tag für Tag weiterentwickelt. Dazu zählen Forschende, Audiologinnen und Audiologen, Chirurginnen und Chirurgen, Therapeutinnen und Therapeuten, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Menschen mit Hörimplantaten. „Diese Auszeichnung würdigt Leistungen der Vergangenheit, macht aber auch deutlich, wie viel Potenzial noch vor uns liegt“, sagt Ingeborg Hochmair. „Unsere Mission bleibt unverändert: Wir wollen Menschen dabei unterstützen, Hörverlust zu überwinden und aktiv am Leben teilzuhaben. Innovation, Forschung und die Bedürfnisse der Menschen stehen dabei weiterhin im Mittelpunkt.“
Fast fünf Jahrzehnte nach der ersten erfolgreichen Implantation ihres mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats prägt die Arbeit von Ingeborg und Erwin Hochmair die Hörversorgung bis heute. Ihre Forschung hat die Entwicklung der modernen Cochlea-Implantat-Technologie maßgeblich geprägt und beeinflusst bis heute Fortschritte in den Bereichen Neurotechnologie und Hörrehabilitation.
Weitere Informationen zum Richard N. Merkin Prize finden Sie unter: merkinprize.org
***
Über die Merkin Family Foundation
Die Merkin Family Foundation wurde von Richard Merkin, M.D., gegründet, einem der führenden Gesundheitsmanager der USA und Gründer sowie CEO des Heritage Provider Network (HPN). HPN zählt zu den größten von Ärzten gegründeten und geführten Gesundheitsorganisationen des Landes und setzt sich für eine qualitativ hochwertige, patientenorientierte und kosteneffiziente Gesundheitsversorgung ein. Mit über einer Million versorgten Patientinnen und Patienten in New York, Kalifornien und Arizona verfolgt HPN das Ziel, den Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung kontinuierlich zu verbessern.
Über das Broad Institute
Das Broad Institute ist eine unabhängige gemeinnützige Forschungseinrichtung mit dem Ziel, die Ursachen von Krankheiten besser zu verstehen und wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten zu überführen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2004 bringt das von Eli und Edythe Broad initiierte Institut Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammen – darunter Genomik, Zellbiologie, Chemie, Ingenieurwissenschaften, Neurowissenschaften, Künstliche Intelligenz, Computational Biology und Public Health. Gemeinsam arbeiten Forschende von MIT, Harvard, führenden Universitätskliniken und Industriepartnern daran, neue Therapieansätze für häufige und seltene Erkrankungen zu entwickeln.
Über MED-EL
MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 3.300 Personen aus rund 90 Nationen in 30 Niederlassungen.
Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen in 142 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte. www.medel.com/de-at
PR & Corporate Communications
Silke Artner
Tel.: +43 577880
press@medel.com
medel.com/de-at/press-room
Presse-Kontakt
MED-EL
Niederlassung Wien
Tel.: +43 1 3172400 2202E-Mail:
press-vienna@medel.com
www.medel.com
