Tag der Kinderrechte: Hören von Anfang an

Nov 13, 2017

Eines von 1.000 Kindern kommt in Österreich taub zur Welt. Wird es nicht rechtzeitig mit Hörimplantaten versorgt, fällt die Tür zur verbalen Kommunikation zu. Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20.11. weist der österreichische Hörimplantate-Hersteller MED-EL auf die Wichtigkeit von Hörimplantaten für gehörlos geborene Kinder hin und ist der Meinung: Kinder haben das Recht zu hören. 

Innsbruck, 13. November 2017 - Viele Studien zeigen, dass hochgradig hörbeeinträchtigte Kinder mit Cochleaimplantat (CI) Sprache genauso lernen wie nicht hörbeeinträchtigte und dass sie verglichen mit nicht versorgten Kindern oder Kindern mit Hörgerät signifikant bessere Ergebnisse erzielen, wenn es um Wahrnehmung, Verständnis und Produktion sinnvoller Sprache sowie um die Lesefähigkeit geht. Am besten sind die Ergebnisse, wenn die Kinder vor ihrem ersten Lebensjahr implantiert werden. Auch telefonieren, Musik hören und musizieren ist für Kinder mit Hörimplantat möglich.

Operation ist Routineeingriff 
Cochleaimplantate werden bei hochgradiger Schwerhörigkeit eingesetzt; und zwar dann, wenn Hörgeräte keinen Nutzen (mehr) bringen. Die Implantate stimulieren den Hörnerv direkt, sodass Schäden im Innenohr umgangen werden. 

„Die Operation ist ein absoluter Routineeingriff, und vor allem Kinder erholen sich danach sehr gut.“, sagt Univ. Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner, Vorstand der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUniWien. Wichtig ist, die Hörstörung früh zu erkennen und die Kinder möglichst noch vor dem ersten Lebensjahr mit Hörimplantaten zu versorgen. Das ist in Österreich an allen Universitätskliniken und in den meisten Landeskliniken möglich. Die Kosten trägt das öffentliche Gesundheitssystem.


Aus dem Leben einer kleinen Patientin 
Die fünfjährige Sophia aus Kärnten kam gehörlos zur Welt. Ursache ist eine genetische Mutation, durch die die Haarzellen im Innenohr nicht richtig ausgebildet werden. Um den Hörverlust auszugleichen erhielt Sophia als Kleinkind zwei Cochleaimplantate, die ihr das Hören wieder ermöglichen. Auch ihre Schwester Hannah ist gehörlos und trägt seit ihrem achten Lebensmonat ebenfalls zwei Implantate. Für die hörenden Eltern der beiden war die Reaktion auf die Diagnose „Gehörlosigkeit“ eindeutig: „Uns war sofort klar, dass wir uns für die Implantation entscheiden“, sagt die Mutter Annegret Mikl.

Sophia, Hannah und ihrer Familie geht es heute sehr gut. „Sophia redet fleißig, wie ein normales fünfjähriges Mädchen“, sagt Annegret Mikl. Wie ein normales fünfjähriges Mädchen geht sie auch in den Regelkindergarten. Später ist eine Regelschule geplant. Sophia nennt ihre Implantate „Ohrlis“. Und wenn die Batterieleistung des Audioprozessors nachlässt, sagt sie: „Ohrli geht nimma, bitte Batterie tauschen!“

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