Studieren mit zwei Ohren: Oberösterreicher mit Hörbeeinträchtigung setzt Meilenstein

Feb 3, 2017

Der 19-jährige Nino G. wurde mit einem verschlossenen Gehörgang geboren. Seit 2012 trägt er an beiden Ohren das aktive Knochenleitungsimplantat BONEBRIDGE des Innsbrucker Unternehmens MED-EL. Die Operation war weltweit die erste ihrer Art: Niemals zuvor wurde das Knochenleitungsimplantat-System beidseitig zur gleichen Zeit eingesetzt. Heute studiert er und profitiert von verbessertem Richtungshören und Sprachverständnis im Störlärm.

 

Wien 3. Februar 2017 – „Gerade die beidseitige Versorgung mit Hörimplantaten bringt einen deutlichen Benefit in Bezug auf das Richtungshören und das Verstehen von Sprache in lauter Umgebung“, erklärt Prim. Dr. Thomas Keintzel, zuständiger Chirurg und Leiter der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten des Klinikums Wels-Grieskirchen. Für Keintzel ist ein solcher Eingriff inzwischen Routine: Jährlich implantiert er rund 60 Hörimplantat-Systeme, neben dem Knochenleitungsimplantat u.a. auch Cochlea- und Mittelohrimplantate.

Über Nino G.
Der Patient wurde mit Gehörgangsatresie (Verschluss des äußeren Gehörgangs) und Ohrmuscheldysplasie (Fehlbildung der Ohrmuscheln) geboren und trug seit seinem ersten Lebensjahr Knochenleitungshörgeräte. So war es ihm möglich, Sprache zu verstehen und zu erlernen. Das Knochenleitungsimplantat ermöglicht es ihm nun, die Richtung aus der der Schall kommt, besser zu identifizieren und Sprache in lauter Umgebung klarer zu verstehen. Im Hörtest erzielt er heute deutlich bessere Ergebnisse als vor der Implantation.

So bleibt mehr Energie für den Karriereweg: Nach erfolgreicher Matura studiert er seit Herbst 2016. Befragt nach seinen Vorstellungen von der Zukunft sagt er: „Ich habe noch keine konkreten Pläne. Es könnte sich noch jeder Weg als der Richtige erweisen.“ Für ihn ist alles denkbar und möglich, denn durch seine Hörgeräte und nun das Implantat kann er genau den Weg gehen, der für ihn passt. Seine Gehörlosigkeit zwingt ihn nicht, Abstriche zu machen.

Dezente Optik
Weitere Unterschiede zwischen dem Implantat und seinen bisherigen Hörgeräten sind Größe und Handhabung: „Früher trug ich ein Stirnband mit Empfänger und Generator, die allesamt über der Haut getragen wurden und nur mit sehr langen Haaren verdeckt werden konnten. Nun kann ich weit kürzere Haare tragen, ohne dass meine Implantate auffallen“, sagt er. „Ich würde mich wieder für die beidseitige Versorgung mit der Bonebridge entscheiden. Ich höre einfach besser und bin sehr zufrieden damit.“

Hören über die Knochen: Was ist die BONEBRIDGE?
Die BONEBRIDGE von MED-EL ist seit 2012 als weltweit erstes aktives Knochenleitungsimplantat auf dem Markt. Es leitet den Schall über den Knochen an den Hörnerv im Gehirn weiter. Die BONEBRIDGE eignet sich besonders für Menschen, die an einer Schallleitungsstörung leiden, wie sie etwa durch Fehlbildungen des Außenohrs entstehen kann und/oder durch Erkrankungen des Mittelohrs. Zudem ist sie eine Lösung bei einseitiger Taubheit. Insbesondere wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, ist die BONEBRIDGE eine Alternative. Die Kosten trägt das Gesundheitssystem.
Mehr zur BONEBRIDGE finden Sie im beigelegten Fact-Sheet und unter http://www.medel.com/at/BONEBRIDGE.

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