Unsere Geschichte

1975

Ingeborg und Erwin Hochmair beginnen in Wien mit der Entwicklung von Cochlea Implantaten an der dortigen Technischen Universität.


1977

Entwicklung des weltweit ersten mikro-elektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats in Wien. Das Implantat hatte 8 Kanäle, eine Stimulationsrate von 10.000 Impulsen pro Sekunde pro Kanal, 8 unabhängige Stromquellen und eine flexible Elektrode mit einer Einführtiefe von 22-25mm in die Cochlea.

Prof. Kurt Burian (1924-1996)
implantiert am 16. Dezember 1977 das erste Mehrkanal-Cochlea-Implantat an der Universitätsklinik in Wien. Dazu führt er die flexible Elektrode durch das runde Fenster in die Scala Tympani ein.


1978

6- und 4-Kanal Implantat-Varianten
Das 4-Kanal-Implantat wurde zur simultanen Stimulation verwendet.


1979

Im August 1979 erhält C.K. ein 4-Kanal-Implantat und wenige Wochen später einen kleinen tragbaren Prozessor. Sie verbringt viele Stunden im Testlabor an der Technischen Universität Wien. Hier werden zur grundlegenden Forschung der Nervenstimulation zahlreiche Sprachkodierungsstrategien und Stimulationsfeldkonfigurationen getestet.

Die Anpassung des Sprachprozessors an die Eigenschaften des elektrischen Hörens jedes einzelnen Patienten, nach Frequenz und Amplitudenkompression, stellt sich als maßgebend für die Qualität des Sprachverständnisses heraus. (Erwin Hochmair und ein Patient)

Zur Optimierung der Einstellung werden zahlreiche Sprachverständnistests durchgeführt. (Ingeborg Hochmair und Patient S.O.)


1980

Im Herbst 1979 erhält C.K. einen kleinen Sprachprozessor, der am Körper getragen werden kann. Dieser wird im März 1980 modifiziert. C.K. ist damit die erste Person, die mittels eines tragbaren Prozessors ohne Lippenlesen Sprache verstehen kann. Seit diesem Zeitpunkt kann sie mittels eines tragbaren Audioprozessors Sprache allein durch Hören wieder verstehen.


1982

Dieses Cochleaimplantat-System besteht aus einem Implantat mit einer langen, flexiblen intracochleären Elektrode mit 4 Kontakten und einem kleinen Ein-Kanal-Sprachprozessor. Das System verwendet eine analoge Breitband-Sprachkodierungsstrategie, die eine intracochleäre Elektrode zur Signalübertragung nutzt.



1985

Nutzer mit CI-Implantat tauschen in Wien ihre Erfahrungen aus.

Hörtests mit erwachsenen Cochleaimplantat-Nutzern mit postlingualem Hörverlust zeigen, dass 60% der Sprache wieder ausschließlich durch Hören (ohne Lippenlesen) verstanden wird.


1986

Das Ehepaar Hochmair übersiedelt mit ihrem Start-up Unternehmen MED-EL nach Innsbruck.


1989

Einführung des Comfort-CI-Systems: Die neue Implantat-Elektronik und Spulen sind nun in einem oder zwei hermetisch-versiegelten Keramikgehäusen eingebettet (2-Kanal-System oder 4-Kanal-System). Der neue Sprachprozessor inkludiert ein am Ohr tragbares Mikrofon.

In den darauffolgenden Jahren erhalten ca. 700 Erwachsene und Kinder dieses CI-System, inklusive der frühen Variante mit einem Epoxid-verkapselten Stimulator.

Die meisten dieser Nutzer sind mittlerweile auf neuere Implantate umgestiegen, um von den Weiterentwicklungen und dem besseren Sprachverständnis zu profitieren.


1990

MED-EL stellt die ersten Mitarbeiter ein.


1991

MED-EL bringt den weltweit ersten HdO- (Hinter dem Ohr) Sprachprozessor auf den Markt. Dieser ermöglicht das gleiche Sprachverständnis, wie ein am Körper getragener Sprachprozessor.

M.H. erhält als erster ein Implantat, welches die analoge und pulsatile Stimulation kombiniert.


1994

Markteinführung des Implantatsystems COMBI 40. Dies ist das weltweit erste Mehrkanal-CI mit hoher Übertragungsrate: ein 8-Kanal-System, welches entwickelt wurde, um die von Blake Wilson entwickelte CIS Sprachkodierungsstrategie mit hoher Stimulationsrate bestmöglich zu realisieren.

Es besteht aus einer 31 mm langen, flexiblen Elektrode zur Abdeckung der gesamten Cochlea.



1995

Umfangreiche Studien mit dem COMBI 40-Implantat zeigen bei Erwachsenen mit post-lingualem Hörverlust zum ersten Mal, dass mehr als die Hälfte der Patienten über ein Verständnis von mehr als 50% bei einsilbigen Wörtern nach 6 Monaten verfügen. Das bedeutet, dass diese Patienten am Telefon mit einer fremden Person über ein unbekanntes Thema sprechen können. a) Satzverständnis, b) Verständnis von einsilbigen Wörtern.

Der CIS PRO+ Audioprozessor wird eingeführt.


1995

Um Patienten zu helfen, die mit einem Ineraid Implantat versorgt worden sind, wird zusätzlich zum CIS PRO+ das CIS LINK System entwickelt. So wird die CIS Strategie auch Nutzern eines anderen CI-Systems, dessen Hersteller die Weiterentwicklung eingestellt hat, zugängig gemacht.


1996

Einführung des COMBI 40+, dem dünnsten am Markt erhältlichen Cochlea Implantat, mit einer Pulsrate von bis zu 50.000 Pulsen pro Sekunde.

Miniaturisiertes Mehrkanal-Implantat (4 mm dünn).


Prof. Jan Helms und Prof. Joachim Müller beginnen an der Universität Würzburg mit den ersten bilateralen Cochleaimplantationen (Hören auf beiden Ohren) und verwenden dazu MED-EL Implantate.


1997

Einführung des COMBI 40+ mit dem Split Elektrodenträger bei Verknöcherungen der Cochlea; basierend auf einem Vorschlag des schwedischen Chirurgen Goran Bredberg.


1998

Prof. Jan Helms und Prof. Joachim Müller führen die erste bilaterale Cochleaimplantation bei einem Kind durch. M.R. erhält 1998 im Alter von 4 Jahren ein Implantat auf seinem zweiten Ohr, und ist somit das erste bilateral implantierte Kind weltweit. (Das erste Implantat hat er 1996 erhalten)


1999

Markteinführung des TEMPO+ Hinter-dem-Ohr (HdO) Sprachprozessors.

Dieser verbraucht 90% weniger Strom als der am Körper getragene Prozessor.

Eine umfangreiche Studie zeigt, dass die Sprachwahrnehmung besser ist als bei dem am Körper getragenen Prozessor CIS pro+.

Der TEMPO+ ist der erste Prozessor mit modularem Design, der verschiedene Trageoptionen ermöglicht.

Das Design des modularen HdO Prozessors macht den am Körper getragenen Prozessor überflüssig.


2003

Übernahme von VIBRANT SOUNDBRIDGE, dem ersten aktiven Mittelohrimplantat bei leichter bis schwerer Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Geoffrey Ball, Erfinder der VIBRANT SOUNDBRIDGE, zieht nach Innsbruck und wird CTO von VIBRANT MED-EL.


2004


Markteinführung des PULSAR Cochlea Implantats, mit zukunftsweisender Elektronik in einem optimierten Keramikgehäuse.


2005

Einführung des DUET Sprachprozessors, dem weltweit ersten Prozessor, der die CI Sprachverarbeitung und akustische Stimulation in einer kompakten Einheit kombiniert.

Das EAS-System ist das weltweit erste Hörimplantat-System für kombinierte akustische und elektrische Stimulation. Das Konzept der elektrischen akustischen Stimulation (EAS) wurde von Prof. Christoph von Ilberg entwickelt, der im Jahr 2000 den ersten Patienten erfolgreich implantierte.


2006

Markteinführung der OPUS Audioprozessoren. Einführung des SONATA Cochlea Implantats, welches sich durch ein speziell kleines Titangehäuse auszeichnet.

OPUS ist der erste Audioprozessor ohne Knöpfe oder Schalter, der mit einer Fernbedienung gesteuert werden kann.

Einführung der FLEX Elektroden Serie. Diese Elektroden wurden speziell dafür entwickelt, um die sensible Struktur der Cochlea während der Implantation zu erhalten.

Die FineHearing™ Technologie verarbeitet detaillierte Feinstruktur- Informationen von Klängen.


2007

Die FLEX EAS Elektrode erhält die CE-Kennzeichnung für die Behandlung bei partiellem Hörverlust.

Markteinführung des wieder aufladbaren DaCapo Batterie-Systems.


2008

Das VIBRANT SOUNDBRIDGE® Mittelohrimplantat-System erhält die CE-Kennzeichnung für die erweiterte Anwendung bei Schallleitungs- und kombinierter Schwerhörigkeit, nachdem der Chirurg Vittorio Colletti 2006 den FMT (Floating Mass Transducer) am runden Fenster platziert.


2009

Die 2. Generation von EAS: Einführung des DUET 2 Audioprozessors in Europa.

Das VIBRANT SOUNDBRIDGE Mittelohrimplantat-System erhält die CE-Kennzeichnung für die Anwendung bei Kindern.

Amadé, der neue Audioprozessor der VIBRANT SOUNDBRIDGE, wird in Europa vorgestellt.


2010

Das neue MAESTRO Cochleaimplantat-System wird eingeführt.


Das MAESTRO CI-System inkludiert das CONCERTO Cochleaimplantat, das dünnste Implantat mit Titangehäuse.

CONCERTO PIN
Das CONCERTO Implantat ist optional auch mit Pins zur zusätzlichen Fixierung am Schädelknochen erhältlich.

Die MAESTRO Systemsoftware 4.0 beinhaltet die neuen FS4 und FS4-p Kodierungsstrategien.


2011


Neue Coupler für das VIBRANT SOUNDBRIDGE Mittelohrimplantat-System werden eingeführt.


Die lange FLEX28 Elektrode wird vorgestellt. Durch ihre Länge kann die Elektrode eine maximale Anzahl von Nervenfasern stimulieren und so ein bestmögliches Hörerlebnis gewährleisten.

Einführung des CONCERTO ABI Systems (Auditory Brainstem Implant).


Markteinführung des neuen OPUS 2 Mini-Batterieteils. Dieser Batterieteil kann am Körper getragen und mit drei Standard AAA Batterien oder den DaCapo-Akkus betrieben werden.


2012


Einführung der BONEBRIDGE, dem weltweit ersten aktiven Knochenleitungsimplantat-System.


Markteinführung des neuen OPUS 2XS Batterieteils. Dadurch wird der OPUS 2 zum kleinsten und leichtesten HdO-Prozessor.


2013


Markteinführung des RONDO: das revolutionäre All-in-One Design enthält weniger Teile, kein Kabel und lässt das Ohr frei.


Einführung der FORM Elektroden. Das Design bietet eine spezielle Lösung um Problemen im Zusammenhang mit Flüssigkeitsverlust bei unvollständiger Segmentierung oder Hypoplasie entgegenzuwirken..



MED-EL CI-Systeme erhalten die CE-Kennzeichnung für die Anwendung bei einseitigem Hörverlust (Single-Sided-Deafness) bei Erwachsenen und Kindern.



2014

Das SYNCHRONY Cochleaimplantat-System kommt auf den Markt.

Das SYNCRHONY Cochleaimplantat-System zeichnet sich durch seine einzigartige MRT-Sicherheit bis zu 3,0 T aus. Damit ist es erstmals möglich, dass ein CI-Träger eine hochauflösende MRT-Untersuchung machen lassen kann, ohne vorher den Implantatmagneten chirurgisch entfernen zu müssen.

Der spritzwasserfeste SONNET Audioprozessor mit Automatic Sound Management 2.0 Technologie bietet müheloses Hören in jeder Umgebung.

Der SAMBA Audioprozessor

Der SAMBA ist die neueste Audioprozessor-Generation für die SOUNDBRIDGE und die BONEBRIDGE.

VORP 503 Implantat

Das VORP 503 Implantat der SOUNDBRIDGE bietet mehr Coupling-Möglichkeiten für mehr Flexibilität, und ist MR tauglich bei 1,5 Tesla.

Vibroplasty Coupler

Die neuen Vibroplasty Couplers ermöglichen eine verbesserte, individuellere Vibroplasty-Chirurgie mit der SOUNDBRIDGE.


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