Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Finden Sie hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Hörimplantaten und Audioprozessoren.
Allgemeine Fragen
Erfahren Sie mehr über Hörverlust und finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Hörimplantaten.
Hörimplantat-Systeme sind für Menschen mit Hörverlust gedacht, denen Hörgeräte keinen ausreichenden Nutzen bringen.
Ein Hörimplantat-System besteht aus einem Implantat, welches chirurgisch eingesetzt wird, und einem Audioprozessor, der seitlich am Kopf getragen wird. Es gibt mehrere Arten von Hörimplantaten, um die verschiedenen Arten von Hörverlust abdecken zu können: Cochlea-Implantat, Mittelohrimplantat und Knochenleitungsimplantat.
Mehr Informationen zu den verschiedenen Arten von Hörimplantat-Systemen finden Sie hier.
Sowohl Hörgeräte als auch Hörimplantate dienen dazu, besser zu hören. Die Funktionalität dieser beiden Produktgruppen unterscheidet sich jedoch grundlegend.
Ein Hörgerät verstärkt die Klänge, die das Ohr von außen erreichen. Ist das Innenohr jedoch geschädigt, ist diese Maßnahme nicht mehr ausreichend.
Wenn also die Unterstützung durch das Hörgerät nicht mehr ausreicht, kann das Implantat helfen, verlorenes Hörvermögen wiederherzustellen.
Wenn Sie an mittlerem bis völligem Hörverlust leiden, kann ein Hörimplantat eine Lösung für Sie sein. Ein*e Hörspezialist*in kann Sie genauer darüber informieren, welche konkrete Hörlösung für Sie die richtige ist. Wenn Sie mehr Information dazu haben möchten, welche Hörlösung Ihnen helfen kann, empfehlen wir Ihnen, unser Kontaktformular auszufüllen. Wir bringen Sie mit einem Hörspezialisten in Ihrer Nähe in Kontakt.
Je früher Kinder mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust ein Implantat erhalten, desto größer sind die Erfolgschancen. In den ersten Lebensjahren entwickelt das Kind jene Bereiche im Gehirn, die für das Sprach- und Hörverständnis zuständig sind. Während dieser Zeit kann es sich am besten an das Hören mit dem Implantat gewöhnen. Wenn Kinder mit hochgradigem Hörverlust früh genug implantiert werden, können sie in vielen Fällen hören und sprechen auf dem gleichen Niveau erlernen wie ihre gleichaltrigen Freunde.
Das Implantationsalter hängt vom Mindesalter gemäß der jeweiligen Produktindikation sowie von individuellen Faktoren auf Patientenseite und ärztlichen Einschätzungen ab. Wenn Sie noch nicht mit einem Hörspezialisten gesprochen haben, laden wir Sie ein, unser Kontaktformular auszufüllen. Wir bringen Sie dann mit einem Spezialisten in Ihrer Nähe in Kontakt.
Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze für ein Hörimplantat. Viele unserer Nutzer sind ältere Menschen, die durch das wiederhergestellte Hörvermögen im hohen Alter eine neue Lebensqualität erleben.
Man muss sich jedoch bewusst sein, dass das Hören mit dem Implantat ein ständiger Lernprozess ist. Daher ist es für Kandidaten jeden Alters wichtig, am Rehabilitationsprogramm teilzunehmen und das Gehör regelmäßig zu trainieren.
Metalldetektoren oder Sicherheitsscans beeinträchtigen die Funktionsweise Ihres Implantats nicht. Da das Implantat jedoch Metallteile enthält, erhalten Implantat-Träger von MED-EL eine ID-Karte, die Sie bei Sicherheitskontrollen vorweisen können.
Ja. Implantat-Nutzer*innen können ein aktives Leben führen und müssen nur wenige Einschränkungen beachten. Ihre Ärztin oder Ihr Hörspezialist kann Sie zu diesem Thema individuell beraten.
Ganz allgemein empfehlen wir bei all jenen Sportarten einen Helm zu tragen, bei denen auch ohne Hörimplantat das Tragen eines Helms empfohlen wird. Der Bereich des Kopfs, wo Implantat und Audioprozessor sitzen, sollte besonders gut geschützt sein. Wenn Sie Wassersport betreiben, sollten Sie die wasserdichten WaterWear Schutzhüllen für Ihren Audioprozessor verwenden. Spielgeräte aus Plastik, z. B. auf einem Spielplatz, können sich elektrostatisch aufladen. Daher sollten Sie in diesen Situationen den Audioprozessor abnehmen.
Die MED-EL Hörimplantat-Systeme sind immer auf dem neuesten Stand, aber natürlich entwickeln wir Technologien wie unsere Klangverarbeitung laufend weiter. Bringen wir einen neuen Audioprozessor auf den Markt, können Sie in einer einfachen Fitting-Session bei Ihrem Audiologen auf das neue Gerät umsteigen und so die neuesten Entwicklungen nutzen, ohne sich einer Operation unterziehen zu müssen.
Durch diese unkomplizierte Möglichkeit, auf neue Produkte umzusteigen, profitieren MED-EL Nutzer immer von den neuesten Innovationen – jetzt und in der Zukunft.
Wenn Sie detaillierte Informationen zum Erhalt eines MED-EL Hörimplantat-Systems wünschen, füllen Sie unser Kontaktformular aus und wir stellen den Kontakt zu einem Hörspezialisten in Ihrer Nähe her. Im Zuge einiger Routineuntersuchungen wird der Hörspezialist prüfen, welche Hörlösung in Ihrem Fall am besten geeignet ist.
Hörimplantat-Systeme
Sie wollen mehr über ein bestimmtes Implantat-System wissen? Wählen Sie ein ein Implantat-System aus und erfahren Sie mehr.
Ein Cochlea-Implantat ist ein kleines elektronisches Gerät, das Personen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit ermöglicht, zu hören. Es umgeht die nicht funktionierenden Teile des Ohrs. Ein Cochlea-Implantat-System (CI-System) besteht aus zwei Teilen: dem extern getragenen Audioprozessor und dem Cochlea-Implantat, das unter der Haut sitzt.
Cochlea-Implantate wandeln Schall in elektrische Impulse um, die das Innenohr stimulieren. Der extern getragene Audioprozessor erfasst Schall und leitet ihn an das Implantat weiter. Das Implantat stimuliert das Innenohr (Cochlea) durch elektrische Impulse. Das Gehirn interpretiert diese Signale als Töne und Geräusche.
Das neueste MED-EL Cochlea-Implantat heißt SYNCHRONY 2. Es ist sowohl mit älteren Audioprozessoren als auch mit den neuesten Audioprozessoren von MED-EL, RONDO 3 und SONNET 3, kompatibel. Das SYNCHRONY 2 Implantat zeichnet sich durch langfristige Zuverlässigkeit, großartige Klangqualität und hervorragende MRT-Sicherheit aus.
MED-EL Cochlea-Implantate kommen dem natürlichen Hören näher als Cochlea-Implantate anderer Hersteller. Sie sorgen für ein volleres, detailreicheres Hörempfinden und ermöglichen es, sowohl Musik zu genießen als auch die feinen Nuancen und Zwischentöne in Gesprächen wahrzunehmen.
Darüber hinaus bieten wir als weltweit einziger Hersteller individualisierte, also exakt auf Ihr einzigartiges Ohr abgestimmte, Cochlea-Implantate. Möglich ist dies dank unserer Auswahl an Elektroden für jede Cochlea-Länge und anatomiebasierter Anpassung, bei der die Elektrodenkontakte präzise auf die individuelle Anatomie des Ohrs abgestimmt werden.
Weitere Vorteile der MED-EL Cochlea-Implantate umfassen die langfristige Zuverlässigkeit und herausragende MRT-Sicherheit samt lebenslanger MRT-Garantie.
Zu den Vorteilen von Cochlea-Implantaten zählen ein besseres Verständnis von Sprache und Klang, was wiederum positiv zu Kommunikation, Sicherheit und Lebensqualität beiträgt. Cochlea-Implantate können Babys mit Hörverlust helfen, ihre Entwicklungsmeilensteine zu erreichen.
Die Nachteile umfassen allgemeine Risiken im Zusammenhang mit der Operation sowie die Anstrengung und Motivation, die für Rehabilitation und Hörtraining erforderlich sind.
Cochlea-Implantate sind eine spezielle Art von Hörimplantat mit einem Elektrodenträger, der in die Cochlea eingeführt wird. Andere Arten von Hörimplantaten umfassen Knochenleitungsimplantate, Mittelohrimplantate und Hirnstammimplantate. All diese Hörimplantate wurden entwickelt, um bei verschiedenen Arten von Hörverlust zu helfen. Cochlea-Implantate kommen hauptsächlich in der Behandlung schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit zum Einsatz.
Nutzen Sie unsere Kliniksuche, um Hörspezialisten, ein Krankenhaus oder eine MED-EL Niederlassung in Ihrer Nähe zu finden.
Ein Hörgerät ist eine nicht implantierbares Gerät, das den Schall verstärkt. Es ist eine sehr gängige Lösung für Personen mit leichtem bis mittleren Hörverlust. Ein Cochlea-Implantat-System funktioniert ganz anders. Statt den Schall einfach nur zu verstärken, wandelt ihn ein Cochlea-Implantat in elektrische Impulse um, umgeht die nicht funktionierenden Haarzellen im Innenohr und stimuliert den Hörnerv direkt. Ein Cochlea-Implantat erfordert eine Operation und ist für Menschen mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust geeignet, wenn ein Hörgerät keine ausreichende Lösung bietet.
Die Kosten für ein Cochlea-Implantat hängen vom Land, in dem Sie leben, ab. In Deutschland und Österreich sind die Kosten der Cochlea-Implantat-Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt. Für detaillierte Informationen zu den Kosten eines Cochlea-Implantats in Ihrem Land kontaktieren Sie Ihr lokales MED-EL Team.
In vielen Ländern, so auch in Deutschland und Österreich, sind Cochlea-Implantate durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt. Häufig übernehmen auch private Krankenversicherungen die Kosten für Cochlea-Implantate. Für detaillierte Informationen zu Versicherungsschutz und Cochlea-Implantaten kontaktieren Sie bitte Ihr lokales MED-EL Team oder Ihre Krankenkasse.
Die Implantation ist eine Routineoperation, die seit Jahrzehnten unzählige Male durchgeführt wurde. Eine CI-OP ist minimalinvasiv und mit geringem Risiko verbunden. Je nach Klinik und Situation kann es sein, dass Sie bereits am Tag der OP nach Hause entlassen werden oder auf ärztliche Empfehlung eine Nacht in der Klinik verbringen.
Cochlea-Implantat-Operationen haben eine sehr hohe Erfolgsrate. Das Implantat wird nur in etwa 0,2 % der Fälle abgestoßen und lediglich rund 2 % der Nutzer*innen benötigen in den ersten Jahren eine erneute Implantation.
MED-EL ist in der Cochlea-Implantat-Zuverlässigkeit mit einer kumulativen Produktüberlebensrate von mehr als 99 % klar führend. Lesen Sie hier unsere vollständigen, transparenten Zuverlässigkeitsdaten.
Die Cochlea-Implantat-Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen spüren. Es ist normal, dass Sie nach der Operation leichte Schmerzen im Bereich des Ohrs haben. Sie können herkömmliche Schmerzmittel einnehmen, um diese Beschwerden zu lindern.
Die meisten Personen erholen sich von einer Cochlea-Implantat-Operation innerhalb von ein bis zwei Wochen. So wie bei anderen Operationen ist es wichtig, sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff auszuruhen. Sie sollten in dieser Zeit schweres Heben und anstrengende körperliche Aktivitäten vermeiden.
Vermeiden Sie ein zu starkes Schnäuzen der Nase, bis Ihr Ärzteteam die Erlaubnis dazu gibt. Grund dafür ist, dass Nase und Ohren durch die Eustachische Röhre miteinander verbunden sind. Versuchen Sie, Ihren Mund beim Niesen offen zu halten, um den Druck zu verringern.
Sie können normalerweise ein bis zwei Wochen nach der Operation problemlos fliegen. Fragen Sie sicherheitshalber bei Ihrem behandelnden Ärzteteam nach, wenn Sie beacbsichtigen, kurz nach der Operation eine Flugreise anzutreten.
Das Hören mit einem Cochlea-Implantat klingt je nach Cochlea-Implantat und individuellen Faktoren wie Resthörvermögen oder Dauer des Hörverlusts unterschiedlich. MED-EL Cochlea-Implantate bieten ein möglichst natürliches Hören und einen vollen, satten Klang. Lesen Sie hier mehr über möglichst natürliches Hören.
Ja. Viele Personen mit MED-EL Cochlea-Implantaten berichten, dass sie das Musikhören genießen. Einige von ihnen machen sogar selbst aktiv Musik. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihnen unsere Cochlea-Implantate dabei helfen können, Musik in ihrem ganzen Klangreichtum wahrzunehmen.
Um Musik mit einem Cochlea-Implantat genießen zu können, benötigen Sie ein Implantat, das dem natürlichen Hören möglichst nahekommt. Die Cochlea-Implantate von MED-EL ahmen die natürliche Funktionsweise des menschlichen Ohrs nach und helfen Ihnen, feine Details und Klangunterschiede wahrzunehmen. Erfahren Sie mehr über das Musikhören mit einem Cochlea-Implantat.
Elektrisch-akustische Stimulation (EAS) ist eine hybride Hörlösung, bei der Hörgerätetechnologie (akustische Verstärkung) für tiefe Töne und Cochlea-Implantat-Technologie (elektrische Stimulation) für hohe Töne miteinander kombiniert werden. EAS-Systeme sind für Personen mit Hörverlust im Hochtonbereich geeignet.
Elektrisch-akustische Stimulation ist vereinfacht ausgedrückt eine Kombination aus Cochlea-Implantat und Hörgerät. Sie ermöglicht Ihnen, das Maximum aus Ihrem Restgehör in den niederen Frequenzen herauszuholen und gleichzeitig CI-Technologie in den höheren Frequenzen zu nutzen. Das kann eine Lösung bei Hörverlust im Hochtonbereich sein, um wieder das gesamte Klangspektrum wahrzunehmen. So können Sie beispielsweise Sprache verstehen, sich mit jemandem unterhalten, telefonieren oder Musik hören.
EAS (elektrisch-akustische Stimulation) kommt bei partiellem Hörverlust zur Anwendung. Das System kann Ihnen helfen, wenn Sie eine leichten bis mittleren Hörverlust im niederen Frequenzbereich und gleichzeitig einen schweren bis hochgradigen Hörverlust im Hochtonbereich haben.
Unter Restgehör verstehen wir das natürliche Hörvermögen, das eine Person noch hat, auch wenn sie unter einem Hörverlust leidet. Dieses Hörvermögen beschränkt sich meist auf einen bestimmten Tonhöhenbereich. EAS-Kandidaten haben meist ein relativ gutes Restgehör für niedere Töne, weshalb sie in diesem Frequenzbereich von akustischer Verstärkung profitieren können. Wenn das natürliche Hörvermögen trotz Implantat weiter genutzt werden kann, verbessert dies insgesamt die Klangqualität.
Die Cochlea-Implantate von MED-EL verfügen über außergewöhnlich flexible Elektrodenträger, die speziell entwickelt wurden, um die feinen Strukturen in der Cochlea zu schützen. Das bedeutet, dass funktionsfähige Teile der Cochlea und das damit verbundene Restgehör erhalten werden können.
Der SONNET 3 CI-Audioprozessor von MED-EL, der hinter dem Ohr getragen wird, ist auch als EAS-Audioprozessor erhältlich. Somit kommen EAS-Nutzer in den Genuss aller Vorteile des SONNET 3 Audioprozessors. Auch DUET 2, SONNET 2 und SONNET Audioprozessoren können für elektrisch-akustische Stimulation genutzt werden.
Knochenleitungsimplantate nutzen Knochenleitung, um die geschädigten Teile des Ohrs zu umgehen. Der extern getragene Audioprozessor nimmt Schall auf und sendet ihn an das Implantat. Das Implantat versetzt den Schädelknochen direkt in Schwingung, wodurch der Schall zum Innenohr weitergeleitet wird.
Knochenleitungsimplantate bieten viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Knochenleitungshörgeräten, z. B.:
- Bessere Klangqualität
- Mehr Tragekomfort (weniger Druck auf die Haut)
- Diskreteres Design
Die Genesungszeit nach einer Knochenleitungsimplantat-Operation hängt vor der Art des Knochenleitungsimplantats ab. Die vollständige Genesung bei aktiven transkutanen Systemen wie der BONEBRIDGE dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Bei anderen Systemen, wie z. B. einem BAHA, kann der Heilungsprozess erheblich länger dauern.
In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie sich ausruhen und Ihrem Körper Zeit zur Erholung geben. Vermeiden Sie für mindestens zwei Wochen nach dem Eingriff, schwere Gegenstände zu tragen.
Die Kosten für ein Knochenleitungsimplantat hängen vom Land, in dem Sie leben, ab. In vielen Ländern, so auch in Deutschland und Österreich, sind die Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt. Fragen zu Kosten und Versicherungsschutz beantwortet Ihnen gern Ihre lokale MED-EL Niederlassung.
Sowohl Cochlea-Implantate als auch Knochenleitungsimplantate sind chirurgische Hörlösungen. Sie nutzen jedoch eine andere Art von Technologie und sind für unterschiedliche Arten von Hörverlust geeignet.
Cochlea-Implantate können bei Schallempfindungsschwerhörigkeit helfen. Bei dieser Art von Hörverlust sind die Haarzellen im Innenohr geschädigt und können Schall nicht korrekt verarbeiten. Ein Cochlea-Implantat stimuliert das Innenohr elektrisch, um Schallsignale an das Gehirn zu übermitteln.
Knochenleitungsimplantate hingegen können bei Schallleitungsschwerhörigkeit helfen. Bei dieser Art von Hörverlust ist das Außen- oder Mittelohr geschädigt, sodass der Schall erst gar nicht zum Mittelohr gelangt. Das Knochenleitungsimplantat umgeht die nicht funktionierenden oder blockierten Teile des Ohrs, indem es den Schädelknochen in Schwingung versetzt, der die Vibrationen zum Innenohr weiterleitet.
Nein. Die mechanischen Vibrationen des BONEBRIDGE Implantats sind so gering, dass Sie diese nicht spüren.
Die BONEBRIDGE steht für herausragenden Tragekomfort. Herkömmliche Knochenleitungsgeräte oder im Knochen verankerte Hörgeräte sind meist weniger komfortabel. Manche von ihnen verfügen über eine Metallschraube , die im Knochen verankert ist und durch die Haut nach außen ragt. Auf dieser Schraube wird der externe Audioprozessor befestigt. Die Haut um die Schraube kann nie komplett heilen, wodurch ein höheres Risiko für Infektionen und andere Komplikationen besteht. Da die BONEBRIDGE komplett unter die Haut implantiert wird, besteht dieses Risiko mit unserem Produkt nicht.
Des Weiteren gibt es Knochenleitungshörgeräte, die einen starken Druck auf den Knopf ausüben, um die Vibrationen durch die Haut auf den Knochen zu übertragen. Dieser konstante Druck kann ebenfalls zu Hautproblemen sowie zu Kopfschmerzen führen. Das einzigartige Design der BONEBRIDGE macht es möglich, dass kein Druck auf die Haut ausgeübt wird und sie den ganzen Tag lang angenehm zu tragen ist.
Wenn Sie wissen möchten, ob die BONEBRIDGE für Sie eine passende Lösung ist, können Sie schon vor der Operation das Hören mittels Knochenleitung testen. Dazu werden implantatfreie Knochenleitungsgeräte verwendet, die hinter dem Ohr auf der Haut angebracht werden. Die Klangqualität dieser Geräte ist zwar nicht identisch mit jener der BONEBRIDGE. Dennoch liefert Ihnen eine solche Probe einen guten Eindruck davon, wie Sie das Hören mittels Knochenleitung empfinden.
Ja. Personen mit BONEBRIDGE können sich einer MRT-Untersuchung unterziehen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Für die BONEBRIDGE gilt unsere lebenslange MED-EL MRT-Garantie.
Bitte setzen Sie sich mit Ihrem MED-EL Team vor Ort in Verbindung, um alle Infos zu den Voraussetzungen für Ihre MRT-Untersuchung zu erhalten.
Röntgenuntersuchungen und CT-Scans sind ohne Einschränkung möglich.
Das Implantat wird üblicherweise 2-4 Wochen nach der Operation aktiviert. Der Audioprozessor kann eingeschaltet und angepasst werden, sobald die geringfügigen Schwellungen, die im Rahmen der OP entstehen, abgeklungen sind.
Da gibt es keine zeitliche Einschränkung. Sie können den Audioprozessor so lange tragen, wie Sie möchten. Die meisten Nutzer*innen tragen ihn den ganzen Tag. Vor dem Duschen, Baden oder Schlafengehen sollte der Audioprozessor allerdings abgenommen werden.
Nein, Sie müssen nichts Besonderes beachten. Bringen Sie einfach morgens den SAMBA 2 Audioprozessor über dem Implantat an und starten Sie in den Tag. Je nach Verwendung müssen Sie die Batterien ca. alle acht bis zehn Tage tauschen.
Wenn Sie Interesse an einer BONEBRIDGE haben, kontaktieren Sie bitte eine Klinik in Ihrer Nähe. Ein Team aus Fachleuten wird Art und Schweregrad Ihres Hörverlusts ermitteln und feststellen, ob die BONEBRIDGE eine passende Lösung für Sie ist.
Mittelohrimplantate können bei leichter bis schwerer Innenohrschwerhörigkeit sowie bei Schallleitungsschwerhörigkeit und kombiniertem Hörverlust helfen. Sie versetzen die Gehörknöchelchen im Mittelohr direkt in Schwingung und übermitteln so Schall an das Innenohr. Es gibt zwei verschiedene Arten von Mittelohrimplantaten:
- Passive Mittelohrimplantate: Passive Mittelohrimplantate sind chirurgisch implantierte Prothesen, welche die Knochen im Mittelohr ersetzen.
- Aktive Mittelohrimplantate: Aktive Mittelohrimplantat-Systeme bestehen aus einem extern getragenen Audioprozessor und einem Implantat, das die Gehörknöchelchen im Mittelohr in Schwingung versetzt.
Die VIBRANT SOUNDBRIDGE ist ein Mittelohrimplantat-System, das Menschen mit leichtem bis schwerem Hörverlust helfen kann. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE besteht aus einem extern getragenen Audioprozessor sowie einem Mittelohrimplantat, das chirurgisch eingesetzt wird. Sie ist für Erwachsene und Kinder ab einem Alter von fünf Jahren geeignet.
Der SAMBA 2 Audioprozessor erfasst mit seinen Mikrofonen Schall aus der Umgebung. Diese werden in elektrische Signale umgewandelt und an das Implantat gesendet. Die mechanischen Teile des Implantats vibrieren und versetzen das Mittelohr in Schwingung. Die Stärke dieser Schwingungen lässt sich an die Schwere des Hörverlusts anpassen.
Mittelohrimplantate übertragen den Schall direkt auf das Mittelohr, sodass dieser stärker und klarer wahrgenommen wird als mit den meisten herkömmlichen Hörgeräten. Darüber hinaus vermeiden Mittelohrimplantate einige der häufig mit Hörgeräten verbundenen Probleme, etwa Rückkopplungen und ein unangenehmes Tragegefühl.
Aktive Mittelohrimplantate wie die SOUNDBRIDGE können bei leichter bis schwerer Innenohrschwerhörigkeit sowie bei Schallleitungsschwerhörigkeit und kombiniertem Hörverlust helfen. Sie sind für Personen ab fünf Jahren geeignet.
Ein knochenverankertes Hörgerät ist eine Art Knochenleitungsimplantat. Es besteht aus einem Implantat mit einer Metallschraube, die im Knochen sitzt und durch die Haut nach außen ragt. Am äußeren Ende der Schraube sitzt eine Schnappkupplung, auf die der Audioprozessor gesteckt wird. Der Audioprozessor nimmt Schall auf und übermittelt die Vibrationen an das Implantat, das den Schädelknochen in Schwingung versetzt. Knochenverankerte Hörgeräte können eine Lösung für Personen mit Schallleitungshörverlust sein.
Mittelohrimplantate wie die SOUNDBRIDGE funktionieren anders: Sie übertragen den Schall nicht über eine Schraube durch die Haut. Der externe Audioprozessor wandelt den Schall in digitale Signale um und sendet diese an das vollständig unter der geschlossenen Haut sitzende Implantat. Das Implantat versetzt die Knochen im Mittelohr in Schwingung, wodurch der Schall zur Cochlea im Innenohr gelangt. Mittelohrimplantate können bei leichter bis schwerer Schallempfindungsschwerhörigkeit sowie bei Schallleitungsschwerhörigkeit und kombiniertem Hörverlust helfen.
Die Kosten für ein Mittelohrimplantat hängen vom Land, in dem Sie leben, ab. In vielen Ländern, so auch in Deutschland und Österreich, sind Cochlea-Implantate durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt. Fragen zu Kosten und Versicherungsschutz beantwortet Ihnen gern Ihre lokale MED-EL Niederlassung.
Hörgeräte machen die Geräusche, die ins Ohr gelangen, lediglich lauter. Sie können die Mittelohrstrukturen aber nicht direkt in Schwingung versetzen. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE übermittelt ein klareres Signal an das Innenohr, indem sie Vibrationen erzeugt und die Mittelohrknöchelchen damit zum Schwingen bringt. Anders als ein Hörgerät lässt die VIBRANT SOUNDBRIDGE den Gehörgang komplett frei und unberührt.
Die VIBRANT SOUNDBRIDGE übermittelt ein Signal an das Innenohr, indem Sie die Gehörknöchelchen im Mittelohr direkt in Schwingung versetzt. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE ist eine Lösung für Menschen mit leichter bis schwerer Schallempfindungsschwerhörigkeit sowie Schallleitungs- oder kombinierter Schwerhörigkeit.
Im Gegensatz dazu wandelt ein Cochlea-Implantat Klang in elektrische Impulse um und stimuliert damit Nerven im Innenohr. Ein Cochlea-Implantat kann Menschen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit helfen.
Die „Direct Drive“-Technologie sorgt dafür, dass Klangsignale in Form mechanischer Schwingungen direkt ins Mittelohr gelangen. Um diese präzisen Vibrationen auf das Mittelohr zu übertragen, nutzt die VIBRANT SOUNDBRIDGE einen Wandler, den sogenannten FMT (Floating Mass Transducer). Dieser wird im Zuge der Implantation im Mittelohr befestigt, ohne dass dabei irgendwelche Teile des Mittelohrs chirurgisch verändert werden müssen.
Der Wandler des Implantats, der an einer beweglichen Struktur im Mittelohr befestigt wird, ist kleiner als ein Reiskorn. Der extern getragene SAMBA 2 Audioprozessor misst ca. 3 cm im Durchmesser und ist nur 1 cm hoch.
Die Implantation der VIBRANT SOUNDBRIDGE dauert ca. 1-2 Stunden. In der Regel sind Sie am nächsten Tag schon wieder auf den Beinen. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hängt von Ihrer Klinik und Ihrem Gesundheitszustand ab und beträgt zwischen einem und mehreren Tagen.
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch eine Hörimplantat-OP potentielle Risiken. Diese sind jedoch sehr gering und vergleichbar mit den Risiken anderer Operationen im Bereich des Ohrs. Für mehr Informationen über mögliche Risiken wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.
Personen mit der neuesten VIBRANT SOUNDBRIDGE (VORP 503) können eine MRT-Untersuchung machen lassen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Für das VORP 503 Implantat gilt unsere lebenslange MED-EL MRT-Garantie.
Bitte setzen Sie sich mit Ihrer MED-EL Servicestelle in Verbindung, um zusätzliche Infos zu den Voraussetzungen für Ihre MRT-Untersuchung zu erhalten.
Röntgenuntersuchungen und CT-Scans sind ohne Einschränkung möglich.
Ja, vorübergehend kann nach der OP ein Hörgerät im implantierten Ohr getragen werden. Sobald die leichten Schwellungen der Operation abgeklungen sind, kann das Hörgerät verwendet werden, bis der Audioprozessor aktiviert wird. Dies geschieht ca. 6-8 Wochen nach der Operation. Sobald Ihr Audioprozessor aktiviert wurde, brauchen Sie das Hörgerät im implantierten Ohr nicht mehr.
Auch wenn die VIBRANT SOUNDBRIDGE einen aktiven Lebensstil unterstützt, raten wir von bestimmten Sportarten ab. Kontaktsportarten, bei denen das Implantat Stöße abbekommen könnte, sollten vermieden werden, damit es nicht zu Beschädigungen kommt.
Audioprozessoren
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Zubehör
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