Wichtige Sicherheitsinformation

Mittelohrimplantate - VORP 503

Beeinflussung durch andere Geräte

  • Elektrochirurgie: Elektrochirurgische Instrumente können hochfrequente Spannungen erzeugen, die von dem Instrument direkt auf das Implantat überspringen können. In der Nähe des Implantats dürfen monopolare elektrochirurgische Instrumente nicht verwendet werden. Die induzierten Ströme könnten das Implantat oder das Hörvermögen des Patienten schädigen.

  • Chirurgische Diathermie: Diathermie darf niemals über dem Implantat durchgeführt werden, da der starke, in das Implantat induzierte Strom das Implantat beschädigen und das Gehör des Patienten beeinträchtigen kann.
     
  • Ionisierende Strahlung: Strahlentherapie bis zu einer Gesamtstrahlendosis von 100 Gray sowie medizinische Diagnoseverfahren mithilfe von ionisierender Strahlung (wie Röntgen, CT und PET) schädigen das Implantat nicht. Es wird empfohlen, den Audioprozessor während einer Bestrahlung abzulegen.
     
  • Ultraschall: Einwirkungen von klinischem Diagnoseultraschall beschädigen nicht das Implantat.
     
  • Kardioversion: Die während einer Kardioversion erzeugte Energie könnte Schäden am Implantat hervorrufen. Am oder in der Nähe des Gerätes sollte keine Defibrillierung vorgenommen werden.
     
  • Monopolare Elektrokauterisation, therapeutischer Ultraschall, transkranielle magnetische Stimulation, elektrokonvulsive Therapie: Darf nie direkt über dem Implantat eingesetzt werden, da dies das Implantat schädigen könnte.
     
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Eine MRT-Untersuchung bei einem Träger des VORP 503 ist nur mit einem geschlossenen MRT-Scanner bei 1,5 Tesla (T) zulässig. Folgende Bedingungen müssen beachtet werden:
    • Der MRT-Scanner muss auf den normalen Betriebsmodus beschränkt werden. Der Betriebsmodus der Stufe 1 muss vermieden werden.
    • Lokale übertragende HF-Spulen dürfen nicht in der Kopf- oder Nackenregion verwendet werden. Lokale Empfängerspulen können ohne Einschränkung verwendet werden.
    • Patienten müssen den Audioprozessor vom Kopf abnehmen, bevor sie einen MRT-Raum betreten. Während des Scans können hörbare Interferenzen entstehen. Patienten müssen angewiesen werden, jegliches Unwohlsein sofort zu melden, um das MRT gegebenenfalls zu beenden. Nach der MRT-Untersuchung darf der Patient den Audioprozessor erst anlegen, wenn er den MRT-Raum verlassen hat.
    • Während der MRT-Untersuchung muss der Kopf gerade gehalten werden.
    • Auf den Bildern wird ein Artefakt von etwa 14 cm um das Implantat zu sehen sein.
    • Eine MRT-Untersuchung mit mehr als 1,5 T beschädigt das Implantat und muss vermieden werden.
    • Falls vor der ersten Aktivierung der Vibrant Soundbridge eine MRT-Untersuchung notwendig ist, müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um Komplikationen bei der Wundheilung aufgrund der möglichen Bewegung des Implantats im starken MR-Feld zu vermeiden.
    • Wenn die unteren Extremitäten untersucht werden, wird empfohlen, dass die Beine des Patienten zuerst in den Scanner geschoben werden.
     
  • Diebstahlsicherung und Metalldetektoren: Kommerzielle Diebstahlsicherungen und Metalldetektoren erzeugen starke elektromagnetische Felder. Patienten mit einem Implantat müssen darauf hingewiesen werden, dass beim Passieren eines Sicherheitsmetalldetektors der Alarm ausgelöst werden könnte. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass Patienten immer ihre Vibrant Soundbridge Benutzer-Identifikationskarte mit sich führen.
      
     

MRT Datenblatt

"MRT: Die Fakten - VIBRANT SOUNDBRIDGE (VORP 503)"


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