Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Finden Sie hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Hörimplantaten und Audioprozessoren.

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Beim Hören nehmen unseren Ohren Schallwellen aus der Umgebung auf. Diese werden in Nervensignale umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet, wo sie als Höreindruck interpretiert werden.

Eine detaillierte Erklärung finden Sie auf der Seite „Wie Hören funktioniert“.

Wenn ein Teil des Ohres nicht mehr richtig funktioniert und es immer schwieriger wird zu hören, spricht man von einem Hörverlust. Hörverlust kennt viele unterschiedliche Schweregrade und Ursachen. Nicht minder vielfältig sind die Behandlungsmethoden. Sie umfassen unter anderem Hörgeräte und Hörimplantate.

Hier finden Sie mehr Information zu den verschiedenen Arten von Hörverlust.

Hörimplantat-Systeme dienen dazu, das Hörvermögen von Menschen wiederherzustellen, denen Hörgeräte keinen ausreichenden Nutzen bringen.

Ein Hörimplantat-System besteht aus einem Implantat, welches chirurgisch eingesetzt wird, und einem Audioprozessor, der seitlich am Kopf getragen wird. Es gibt mehrere Arten von Hörimplantaten, um die verschiedenen Arten von Hörverlust abdecken zu können: Cochlea-Implantat, Mittelohrimplantat und Knochenleitungsimplantat.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Arten von Hörimplantat-Systemen finden Sie hier.

Sowohl Hörgeräte als auch Hörimplantate dienen dazu, besser zu hören. Die Funktionalität dieser beiden Produktgruppen unterscheidet sich jedoch grundlegend.

Ein Hörgerät verstärkt die Klänge, die das Ohr von außen erreichen. Ist das Innenohr jedoch geschädigt, ist diese Maßnahme nicht mehr ausreichend.

Ein Hörimplantat hingegen ist in der Lage, die nicht-funktionierenden Teile des Innenohrs zu überbrücken und Klangsignale direkt zu den Hörnerven zu leiten. Wenn also die Unterstützung durch das Hörgerät nicht mehr ausreicht, kann das Implantat helfen und verlorenes Hörvermögen wiederherstellen.

Wenn Sie an mittlerem bis völligem Hörverlust leiden, kann ein Hörimplantat eine Lösung für Sie sein. Ein Hörspezialist kann sich Ihren Fall genau ansehen und Sie genauer darüber informieren, welche Hörlösung für Sie die richtige ist. Wenn Sie mehr Infos dazu haben möchten, welche konkrete Hörlösung Ihnen helfen kann, empfehlen wir Ihnen das Kontaktformular unten auszufüllen. Wir bringen Sie mit einem Hörspezialisten in Ihrer Nähe in Kontakt.

Je früher Kinder mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust ein Implantat erhalten, desto größer sind die Erfolgschancen. In den ersten Lebensjahren entwickelt das Kind jene Bereiche im Gehirn, die für das Sprach- und Hörverständnis zuständig sind. Während dieser Zeit kann es sich am besten an das Hören mit dem Implantat gewöhnen. Wenn Kinder mit hochgradigem Hörverlust früh genug implantiert werden, können sie in vielen Fällen hören und sprechen auf dem gleichen Niveau erlernen wie ihre gleichaltrigen Freunde.

Basierend auf der Situation Ihres Kindes berät Ihr Arzt Sie darüber, in welchem Alter eine Implantation sinnvoll ist. Wenn Sie noch nicht mit einem Hörspezialisten gesprochen haben, laden wir Sie ein, unser Kontaktformular auszufüllen. Wir bringen Sie dann mit einem Spezialisten in Ihrer Nähe in Kontakt.

Es gibt keine Altersbegrenzung für den Erhalt eines Hörimplantats. Viele unserer Nutzer sind ältere Menschen, die durch das wiederhergestellte Hörvermögen im hohen Alter eine neue Lebensqualität erleben.

Man muss sich jedoch bewusst sein, dass das Hören mit dem Implantat ein ständiger Lernprozess ist. Daher ist es für Kandidaten jeden Alters wichtig, an den Rehabilitationsprogrammen teilzunehmen und regelmäßig Hörübungen zu machen.

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei einer Hörimplantat-OP potentielle Risiken. Diese sind jedoch sehr gering und vergleichbar mit den Risiken anderer Operationen im Bereich des Ohrs. Die Implantate von MED-EL wurden so entwickelt, dass sie minimal-invasive Operationstechniken erlauben. Für mehr Informationen über mögliche Risiken sollten Sie sich an einen Facharzt wenden.

Eine Hörimplantat-Operation dauert zwischen einer und drei Stunden. In der Regel sind Sie am nächsten Tag schon wieder auf den Beinen. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hängt von Ihrer Klinik und Ihrem Gesundheitszustand ab und beträgt zwischen einem und mehreren Tagen.

Solange bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden, können sich Nutzer von MED-EL Hörimplantaten MRT-Scans unterziehen. Röntgenuntersuchungen und CT-Scans sind ohne Einschränkung möglich.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer MED-EL Servicestelle in Verbindung, um zusätzliche Infos zu den Voraussetzungen für Ihre MRT-Untersuchung zu erhalten.

Metalldetektoren oder Sicherheitsscans beeinträchtigen die Funktionsweise Ihres Implantats nicht. Da das Implantat jedoch Metallteile enthält, erhalten Implantat-Träger von MED-EL eine ID-Karte, die Sie bei Sicherheitskontrollen vorweisen können.

Ja, Implantat-Träger können ein aktives Leben führen und müssen nur wenige Einschränkungen beachten. Ihr Arzt oder Hörspezialist kann Sie zu diesem Thema individuell beraten.

Ganz allgemein empfehlen wir bei all jenen Sportarten einen Helm zu tragen, bei denen auch ohne Hörimplantat das Tragen eines Helms empfohlen wird. Der Bereich des Kopfs, wo Implantat und Audioprozessor sitzen, sollte besonders gut geschützt sein. Wenn Sie Wassersport betreiben, sollten Sie die wasserdichten WaterWear Schutzhüllen für Ihren Audioprozessor verwenden. Spielgeräte aus Plastik, z.B. auf einem Spielplatz, können sich elektrostatisch aufladen. Daher sollten Sie in diesen Situationen den Audioprozessor abnehmen.

Die MED-EL Hörimplantat-Systeme sind immer auf dem neuesten Stand, aber natürlich entwickeln wir Technologien wie unsere Klangverarbeitung laufend weiter. Bringen wir einen neuen Audioprozessor auf den Markt, können Sie in einer einfachen Fitting-Session bei Ihrem Audiologen auf das neue Gerät umsteigen und so die neuesten Entwicklungen nutzen, ohne sich einer Operation unterziehen zu müssen.

Durch diese unkomplizierte Möglichkeit, auf neue Produkte umzusteigen, profitieren MED-EL Nutzer immer von den neuesten Innovationen - jetzt und in der Zukunft.

Wenn Sie detaillierte Informationen zum Erhalt eines MED-EL Hörimplantat-Systems wünschen, füllen Sie unser Kontaktformular aus und wir stellen den Kontakt zu einem Hörspezialisten in Ihrer Nähe her. Im Zuge einiger Routineuntersuchungen wird der Hörspezialist prüfen, welche Hörlösung in Ihrem Fall am besten geeignet ist.

Ein Cochlea-Implantat-System (CI-System) besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem extern getragenen Audioprozessor und dem Cochlea-Implantat, welches unter der Haut sitzt. Ein Cochlea-Implantat-System kann bei schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit das Hörvermögen wiederherstellen.

Das Cochlea-Implantat wandelt Schallwellen in elektrische Impulse um, welche in der Cochlea Nervenzellen stimulieren und im Gehirn schließlich als Höreindruck verarbeitet werden.

Auf unserer Seite über Cochlea-Implantate finden Sie eine detaillierte Erklärung dazu, wie so ein Implantat funktioniert.

Auch wenn ein Hörgerät und ein Cochlea-Implantat beide zum Ziel haben, den Menschen beim Hören zum unterstützen, so unterscheiden sich die beiden Technologien doch grundlegend.

Ein Hörgerät verstärkt lediglich die Klänge, die das Mittelohr auf natürlichem Wege erreichen. Ist jedoch das Innenohr geschädigt, liefert diese Verstärkung häufig kein zufriedenstellendes Ergebnis. Ein Cochlea-Implantat umgeht dagegen die geschädigten Bereiche des Innenohrs und stimuliert direkt die für die Klangverarbeitung zuständigen Nervenzellen. Das CI ist also auch für jene Menschen eine Lösung, die wegen ihrer Beeinträchtigung des Innenohrs keinen Nutzen mehr aus Hörgeräten ziehen können.

Viele Nutzer haben nur ein Cochlea-Implantat. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass es vorteilhaft ist, auf beiden Seiten ein Implantat zu haben. Bilaterale Nutzer weisen ein besseres Sprachverständnis in lauter Umgebung auf und schneiden bei Tests zu Spracherkennung und Geräuschlokalisierung besser ab. Eltern von beidseitig implantierten Kindern berichten, dass diese sich in der Schule besser konzentrieren können und bei sozialen Aktivitäten weniger schnell müde werden.

Ja. Es ist möglich, auf jedem Ohr das Implantat eines anderen Herstellers zu haben. Sie müssen jedoch beachten, dass unterschiedliche Systeme andere Batterien sowie Zubehör- und Ersatzteile benötigen. Auch die Batterielaufzeit kann je nach Produkt variieren.

Ja, alle Audioprozessoren für MED-EL Cochlea-Implantate wurden so entwickelt, dass sie mit jedem MED-EL Mehrkanal-Cochlea-Implantat kompatibel sind. Sie können also flexibel auf andere MED-EL Audioprozessoren umsteigen, wenn Sie das möchten. So haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Ihre bevorzugte Tragevariante zu nutzen und von der neuesten Prozessortechnologie zu profitieren, ohne dass Sie dazu das Implantat tauschen lassen müssen.

Bei der Entwicklung der MED-EL Audioprozessoren haben wir berücksichtigt, dass Musikgenuss vielen unserer Nutzer sehr wichtig ist. Sie können daher alle aktuellen MED-EL CI-Audioprozessoren mit Audiogeräten verbinden, wenn Sie entsprechendes Zubehör verwenden. Solche Audiogeräte können z.B. Ihr Handy, MP3-Player oder Stereoanlage sein. Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite über Anschlussmöglichkeiten.

Ja. Verfügt ein Audioprozessor über eine eingebaute Telespule, kann er elektromagnetische Signale empfangen. Auf diese Weise können bestimmte Geräte Klänge direkt an den Audioprozessor senden. Nutzer hören die gesendeten Klänge klar und ohne störende Hintergrundgeräusche - auch wenn sie sich in lauten Umgebungen aufhalten.

Die Audioprozessoren SONNET, RONDO, OPUS 2 und DUET 2 verfügen über eine integrierte Telespule. Sie bietet alle Vorteile dieser Art von Klangübertragung, ohne dass zusätzlich ein Patchkabel benötigt wird.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Audioprozessor immer sauber halten und pflegen, damit Sie lange uneingeschränktes Hören genießen können. Besuchen Sie unseren Support-Bereich für detaillierte Informationen rund um die Pflege und Wartung Ihres Audioprozessors.

Je nach Land sind unterschiedliche Implantate und Audioprozessoren erhältlich.

Folgende Implantate können in Ihrem Land erhältlich sein: Implantate der SYNCHRONY Serie (SYNCHRONY 2, SYNCHRONY 2 PIN, SYNCHRONY, SYNCHRONY PIN) oder andere Implantate wie CONCERTO, CONCERTO PIN, MED-EL CONCERT, SONATA, PULSAR, C40+ und C40.

Folgende Audioprozessoren können in Ihrem Land erhältlich sein: SONNET 2, RONDO 2, SONNET, RONDO und OPUS 2.

SYNCHRONY 2 PIN, SYNCHRONY PIN und CONCERTO PIN sind Varianten der klassischen SYNCHRONY 2, SYNCHRONY und CONCERTO Implantate, die über zusätzliche Fixierungspins verfügen. Diese kleinen Stifte aus Titan sind Teil des Implantatgehäuses und verleihen dem Implantat noch mehr Stabilität. Ihr Chirurg entscheidet, ob ein Pin-Implantat in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Der Elektrodenträger ist der lange, flexible Teil des Implantats, der in die Cochlea eingeführt wird. Bei MED-EL bieten wir eine große Auswahl an unterschiedlichen Elektrodenträgern an. Ihr Chirurg wählt daraus jenen Elektrodenträger aus, der für Ihre Cochlea am besten geeignet ist. Wir bieten folgende Elektrodenträger-Serien an: FLEX Serie, FORM Serie und die CLASSIC Serie.

Alle MED-EL Implantate sind besonders dünn, sodass Sie hinter Ihrem Ohr unter der Haut kaum zu sehen sind. Auch unsere Audioprozessoren sind leicht und angenehm zu tragen - die exakte Größe hängt vom Modell ab. Die detaillierten Maße unserer Implantate und Audioprozessoren finden Sie unter „Technische Daten“ auf der jeweiligen Produktseite.

Cochlea-Implantate sind für Menschen gedacht, die unter schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit leiden. Kleinkinder können ebenso von einem CI profitieren wie ältere Erwachsene.

Ja! Mit den SYNCHRONY 2 und SYNCHRONY Implantaten können Sie sich MRT-Scans mit einer Feldstärke von bis zu 3,0 Tesla unterziehen, ohne den Magneten des Implantats vorher entfernen zu lassen. Konkret bedeutet das für Sie folgende Vorteile: kein chirurgischer Eingriff zur Magnetentfernung, keine Schmerzen und keine Hörunterbrechung vor bzw. nach dem MRT.

Auch mit dem CONCERTO und dem SONATA Implantat können Standard-MRT-Untersuchungen mit 1,5 Tesla durchgeführt werden. In jedem Fall sollte die medizinische Fachperson, welche die MRT-Untersuchung durchführt, unseren detaillierten Benutzer- und Sicherheitshinweisen folgen, die im Benutzerhandbuch angeführt sind.

EAS ist ein Hörimplantat-System für Menschen mit Hörverlust im Hochtonbereich. EAS kombiniert zwei Technologien miteinander: elektrische Stimulation und akustische Verstärkung.

Die elektrische Stimulation erfolgt durch das Cochlea-Implantat direkt in der Cochlea und macht so die Töne im Hochfrequenzbereich wieder hörbar. Die akustische Komponente funktioniert wie bei einem Hörgerät und verstärkt die Töne im niederen Frequenzbereich. EAS unterstützt das Resthörvermögen, was ein sehr natürliches Hörerlebnis bewirkt.

EAS kommt bei Hörverlust im Hochtonbereich zur Anwendung. Das System kann Ihnen also helfen, wenn Sie von einem minimalen bis mittleren Hörverlust bei tiefen Tönen und einem hochgradigen Hörverlust bei den ganz hohen Tönen betroffen sind – wenn Ihr Hörverlust also mit der Höhe der Töne zunimmt.
Unter „Restgehör“ verstehen wir das natürliche Hörvermögen, das eine Person noch hat, auch wenn sie unter einem Hörverlust leidet. Dieses Hörvermögen beschränkt sich meist auf einen bestimmten Tonhöhenbereich. Kandidaten für ein EAS-System haben meist ein gutes Restgehör in den niederen Frequenzen, dadurch können sie von der akustischen Verstärkung profitieren. Wenn das natürliche Hörvermögen trotz Implantat weiter genutzt werden kann, verbessert dies die Klangqualität für den Nutzer.
Die Cochlea-Implantate von MED-EL verfügen über außergewöhnlich flexible Elektrodenträger, die speziell entwickelt wurden, um die feinen Strukturen in der Cochlea zu schützen. Das bedeutet, dass jene Teile der Cochlea, die eventuell noch funktionsfähig sind, in ihrer Funktion erhalten bleiben und man in diesen Frequenzbereichen auch nach der Implantation noch natürlich hören kann. Lediglich die geschädigten Teile der Cochlea werden durch den Elektrodenträger stimuliert.
Der SONNET 2 CI-Audioprozessor von MED-EL, welcher hinter dem Ohr getragen wird, ist auch als EAS-Audioprozessor erhältlich. Somit kommen EAS-Nutzer in den Genuss aller Vorteile des SONNET 2 Audioprozessors. Auch die SONNET und DUET 2 Audioprozessoren von MED-EL bieten elektrisch-akustische Stimulation.

Die BONEBRIDGE ist ein aktives Knochenleitungsimplantat für Menschen mit Schallleitungs-, kombiniertem oder einseitigem Hörverlust. Die BONEBRIDGE besteht aus einem internen Knochenleitungsimplantat und einem Audioprozessor, der außen am Kopf getragen wird. Sie ist für Erwachsene und Kinder ab einem Alter von 5 Jahren geeignet.

Der SAMBA Audioprozessor nimmt mit seinen Mikrofonen Klänge aus der Umgebung auf. Diese werden in elektrische Signale umgewandelt und an das BONEBRIDGE Implantat gesendet. Das Implantat wandelt diese Signale in Vibrationen um und überträgt sie direkt an den Schädelknochen. Die Vibrationen gelangen zum Innenohr, wo sie weiterverarbeitet und schließlich als Klang wahrgenommen werden. Die Intensität der Vibrationen kann an die Schwere des Hörverlustes angepasst werden.

Nein. Die mechanischen Vibrationen des BONEBRIDGE Implantats sind so gering, dass Sie diese nicht spüren.

Die BONEBRIDGE steht für herausragenden Tragekomfort. Herkömmliche Knochenleitungsgeräte oder im Knochen verankerte Hörgeräte haben eine andere Funktionsweise und sind daher meist weniger komfortabel. Manche haben eine Art „Anker“, eine kleine Metallschraube, die im Knochen sitzt und durch die Haut nach außen ragt. Auf dieser wird der Audioprozessor befestigt. Die Haut um die Schraube kann nie komplett heilen, wodurch ein höheres Risiko für Infektionen und andere Komplikationen besteht. Da die BONEBRIDGE komplett unter die Haut implantiert wird, besteht dieses Risiko mit unserem Produkt nicht.

Des Weiteren gibt es Knochenleitungshörgeräte, die einen starken Druck auf den Knopf ausüben, um die Schallvibrationen durch die Haut auf den Knochen zu übertragen. Dieser konstante Druck kann ebenfalls zu Hautproblemen sowie Kopfschmerzen führen. Das einzigartige Design der BONEBRIDGE macht es möglich, dass kein Druck auf die Haut ausgeübt wird und sie den ganzen Tag lang angenehm zu tragen ist.

Die BONEBRIDGE ist ein aktives Knochenleitungsimplantat, welches unter der intakten Haut platziert wird. Andere Hörhilfen sind mit einer Schraube im Knochen verankert. Diese Schraube ragt durch die Haut nach außen, wodurch ein erhöhtes Risiko für Infektionen, Hautirritationen u.a. Komplikationen besteht. Mit der BONEBRIDGE ist dieses Risiko sehr gering, da das gesamte Implantat unter der Haut liegt. Der Audioprozessor ist angenehm zu tragen und kann diskret unter den Haaren verborgen werden.

Wenn Sie wissen möchten, ob die BONEBRIDGE auch für Sie eine passende Lösung sein kann, können Sie schon vor der Operation das Hören mittels Knochenleitung testen. Dazu werden nicht-implantierbare Knochenleitungsgeräte verwendet, die hinter dem Ohr auf der Haut angebracht werden. Die Klangqualität dieser Geräte ist zwar nicht identisch mit jener der BONEBRIDGE. Dennoch liefert Ihnen dieser „Testlauf“ einen guten Eindruck davon, wie Sie das Hören mittels Knochenleitung empfinden.

Nutzer der BONEBRIDGE können sich einer MRT-Untersuchung unterziehen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Röntgenuntersuchungen und CT-Scans sind ohne Einschränkung möglich.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer MED-EL Servicestelle in Verbindung, um zusätzliche Infos zu den Voraussetzungen für Ihre MRT-Untersuchung zu erhalten.

Das Implantat wird üblicherweise 2-4 Wochen nach der Operation aktiviert. Der Audioprozessor kann eingestellt und aktiviert werden, sobald die geringfügigen Schwellungen, die im Rahmen der OP entstehen, abgeklungen sind.

Da gibt es keine zeitliche Einschränkung. Sie können den Audioprozessor so lange tragen, wie Sie möchten. Die meisten Nutzer tragen ihn den ganzen Tag. Sie sollten ihn jedoch abnehmen, bevor Sie duschen, ein Bad nehmen oder schlafen gehen.

Nein, Sie müssen nichts Besonderes beachten. Bringen Sie einfach morgens den SAMBA Audioprozessor über dem Implantat an und starten Sie in den Tag. Je nach Verwendung müssen Sie die Batterien ca. alle fünf bis sieben Tage tauschen.

Wenn Sie Interesse an einer BONEBRIDGE haben, kontaktieren Sie bitte eine Klinik in Ihrer Nähe. Ein Team aus Fachleuten wird Art und Schweregrad Ihres Hörverlusts austesten und feststellen, ob die BONEBRIDGE eine passende Behandlungsmöglichkeit für Sie ist.

Die VIBRANT SOUNDBRIDGE ist ein Mittelohrimplantat-System, das Menschen mit leichtem bis schwerem Hörverlust helfen kann. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE besteht aus einem extern getragenen Audioprozessor sowie einem Mittelohrimplantat, das operativ eingesetzt wird. Die SOUNDBRIDGE ist für Erwachsene und Kinder ab einem Alter von 5 Jahren geeignet.

Der SAMBA Audioprozessor nimmt Klänge aus der Umgebung mit seinen Mikrofonen auf. Diese werden in elektrische Signale umgewandelt und an das Implantat gesendet. Die mechanischen Teile des Implantats vibrieren und versetzen das Mittelohr in Schwingung. Die Stärke dieser Schwingungen lässt sich an die Schwere des Hörverlusts anpassen.

Hörgeräte machen die Geräusche, die ins Ohr gelangen, lediglich lauter. Sie können die Mittelohrstrukturen aber nicht direkt in Schwingung versetzen. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE übermittelt ein klareres Signal an das Innenohr, indem sie Vibrationen erzeugt und die Mittelohrknöchelchen damit zum Schwingen bringt. Anders als ein Hörgerät blockiert die VIBRANT SOUNDBRIDGE den Ohrkanal nicht.

Die VIBRANT SOUNDBRIDGE übermittelt ein Signal an das Innenohr, indem Sie die Mittelohrknöchelchen direkt in Schwingung versetzt. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE ist eine Lösung für Menschen mit leichter bis schwerer Schallempfindungsschwerhörigkeit sowie Schallleitungs- oder kombinierter Schwerhörigkeit.

Im Gegensatz dazu wandelt ein Cochlea-Implantat Klang in elektrische Impulse um und stimuliert damit Nerven direkt im Innenohr. Ein Cochlea-Implantat kann Menschen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit helfen.

Die „Direct Drive“-Technologie sorgt dafür, dass Klangsignale in Form mechanischer Schwingungen direkt ins Mittelohr gelangen. Um diese präzisen Vibrationen auf das Mittelohr zu übertragen, nutzt die VIBRANT SOUNDBRIDGE einen sogenannten FMT (Floating Mass Transducer). Dieser wird im Zuge der Implantation im Mittelohr befestigt, ohne dass dabei irgendwelche Teile des Mittelohrs chirurgisch verändert werden müssen.

Der winzige Floating Mass Transducer, der an den Gehörknöchelchen befestigt wird, ist kleiner als ein Reiskorn. Der extern getragene SAMBA Audioprozessor misst ca. 3 cm im Durchmesser und ist nur 1 cm hoch.

Der Eingriff für die Implantation einer VIBRANT SOUNDBRIDGE dauert ca. 1-2 Stunden. In der Regel sind Sie am nächsten Tag schon wieder auf den Beinen. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hängt von Ihrer Klinik und Ihrem Gesundheitszustand ab und beträgt zwischen einem und mehreren Tagen.

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei einer Hörimplantat-OP potentielle Risiken. Diese sind jedoch sehr gering und vergleichbar mit den Risiken anderer Operationen im Bereich des Ohrs. Für mehr Informationen über mögliche Risiken wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.

Nutzer der neuesten VIBRANT SOUNDBRIDGE (VORP 503) können eine MRT-Untersuchung machen lassen, sofern bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Röntgenuntersuchungen und CT-Scans sind ohne Einschränkung möglich.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer MED-EL Servicestelle in Verbindung, um zusätzliche Infos zu den Voraussetzungen für Ihre MRT-Untersuchung zu erhalten.

Ja, vorübergehend kann nach der OP ein Hörgerät im implantierten Ohr getragen werden. Sobald die leichten Schwellungen der Operation abgeklungen sind, kann das Hörgerät verwendet werden, bis der Audioprozessor aktiviert wird. Dies geschieht ca. 6-8 Wochen nach der Operation. Sobald Ihr Audioprozessor aktiviert wurde, brauchen Sie das Hörgerät im implantierten Ohr nicht mehr.

Auch wenn die VIBRANT SOUNDBRIDGE einen aktiven Lebensstil unterstützt, raten wir von bestimmten Sportarten ab. Kontaktsportarten, bei denen das Implantat Stöße abbekommen könnte, sollten vermieden werden, damit es nicht zu Beschädigungen kommt.

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