Raquels Geschichte

Raquel hat einen starken Willen.

Ihr Bruder nennt das starrköpfig. Für ihren Vater ist es Selbstvertrauen.
Ihre Kindergärtnerinnen beschreiben sie als selbstbewusst. Wie immer man es nennt, sie ist schon mit fünf Jahren pragmatisch.

 
 

Stellen Sie sich die Szene vor:
Zwei Fußballtische im Turnsaal des Kindergartens. Beim Tisch der kleineren
Kinder fehlt der Ball. Raquel geht ohne zu zögern zum anderen Tisch, wartet,
bis dort ein Tor fällt und nimmt den kleinen weißen Ball.

Wenn du ein Problem hast, dann löse es.

Ihre Kindergärtnerinnen sagen, das ist typisch Raquel. Sie nahm den Ball der älteren Kinder ohne böse Absicht. Raquel erkannte lediglich, dass sie einen Ball brauchen
würde, um mit ihren Freunden spielen zu können; daher ging sie und holte ihn.

„Sie ist ein sehr eigenwilliges Persönchen“, sagt ihr älterer Bruder Michael, und verwendet dabei ein ausgesprochen starkes Adjektiv, um seine kleine Schwester zu beschreiben. „Sie weiß, wie sie ihren Kopf durchsetzen kann, aber das ist ohnehin gut. Sie ist nie traurig. Sie geht nie traurig in den Kindergarten und ist immer sehr selbstbewusst.

Diese Extraportion Selbstbewusstsein
ist vielleicht der Schlüssel zu ihrem Erfolg.

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