Nathalie, 17 Jahre

Ich wurde mit verschlossenem Gehörgang und verkümmerter Ohrmuschel auf der rechten Seite geboren. Im Kindergarten war mein „Anderssein“ noch kein Problem, die anderen Kinder akzeptierten mich so, wie ich war. Doch später, als ich in die Schule kam, wurde ich häufig angestarrt. Unbewusst gewohnte ich mir Verhaltensweisen an, um mit meiner Behinderung leichter durch den Tag zu kommen: in der Schule saß ich immer recht weit vorne, bei Gesprächen drehte ich meinem Gesprächspartner mein gesundes Ohr zu und ich trug mein Haar immer offen, um mein Ohr zu verstecken. Das alles war allerdings nie eine große Sache für mich – immerhin kannte ich es nicht anders.

Doch dann bekam ich die Bonebridge. Die Tage nach der Operation waren zwar anstrengend, aber ich war auch wahnsinnig erleichtert. Ich konnte kaum fassen, dass dieses neue Hören, das mir durch die Bonebridge geschenkt wurde, für viele Menschen normal ist! Noch heute kann ich fast nicht begreifen, was dieses kleine Gerät bewirken kann!

Mit der Bonebridge kann ich nun auch die Musik wieder besser erleben. Ich spiele Gitarre und Querflöte und höre jetzt die Töne wieder lauter und deutlicher. Die Zeit in der Musikkapelle und mit meinen Kollegen ist wichtig für mich und ich genieße sie ich immer sehr. Und auch wenn das neue Hören anfangs noch ungewohnt und laut war, habe ich mich doch recht schnell an die Bonebridge gewöhnt. Der Audioprozessor ist ein Teil meines Lebens geworden, durch das ich jetzt mit einem zufriedenen Lächeln gehen kann.

 

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