Die HörPaten: Hilfe aus erster Hand bei Hörverlust


Hörimplantat-Hersteller MED-EL startet Ratgeberplattform


Starnberg, 1. März 2017 – Moderne Hörimplantate eröffnen Menschen mit Hörschädigung eine Welt voller Sprache, Töne und Musik. Doch vor einer Implantation durchlaufen Patienten einen oft langwierigen Prozess – sie suchen nach Informationen, dem richtigen Facharzt, der Klinik und natürlich dem geeigneten Implantat. Während dieses Prozesses stellen sich Fragen, die nur von Implantat-Trägern selbst beantwortet werden können. Zum Welttag des Hörens am 3. März startet MED-EL als weltweit führender Hersteller von Hörimplantaten deshalb das HörPaten-Programm – über die Website www.hörpaten.de können Interessenten direkt mit Implantat-Trägern in Kontakt treten. So kann sich jeder einen HörPaten an seine Seite holen.

„Die Entscheidung für ein Hörimplantat ist eine Entscheidung fürs Leben“, sagt Dr. Hansjörg Schößer, Geschäftsführer der MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH mit Sitz in Starnberg. „Dass das nicht einfach ist, wissen wir. Deshalb möchten wir mit dem HörPaten-Programm bestmöglich unterstützen. Alle unsere HörPaten nutzen selbst Implantate und haben den Entscheidungsprozess bereits hinter sich. Sie geben wertvolle Einblicke und beantworten Fragen aus ihrer ganz persönlichen Sicht in leicht verständlichen Worten.“


„Ich war taub, jetzt steht mir die Welt offen!“

Einer der HörPaten ist der 22-jährige Max aus Würzburg. Er absolviert gerade sein Masterstudium, spielt in der Freizeit Rugby und hört gerne Musik. Er führt das ganz normale Leben eines jungen Studenten, das ohne moderne Medizin und komplexe Technik so nicht möglich wäre. Max kam taub zur Welt – vermutlich aus einem ganz banalen Grund: Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft eine Grippe.

Noch in der Klinik fiel seinen Eltern eine Broschüre über Cochleaimplantate (CI) des Herstellers MED-EL in die Hände. CIs sind Hörhilfen, die den fehlenden Hörsinn ersetzen können. So wird Max noch als Kleinkind auf einer Seite operiert und kann dadurch ganz normal sprechen lernen. Später ist er sogar das erste Kind weltweit, das auch noch ein zweites Implantat erhält und so das räumliche Hörvermögen erlangt. „Dank meiner Implantate kann ich frei entscheiden, was ich tun möchte“, so Max heute. Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus will er möglichst vielen Betroffenen Mut machen, sich ebenfalls implantieren zu lassen. Als HörPate versucht er, Patienten ihre Ängste zu nehmen.


Ratgeber für Hörverlust in jeder Phase des Lebens

Josephine aus Oldenburg verlor ihr Gehör als Teenager, Petr aus Eberswalde erst als erwachsener Mann auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Isabelle betreibt mit ihren Implantaten Leistungssport, Silke kann heute im Alter von 36 Jahren nach einer langen Zeit der Stille wieder die Stimme ihres Mannes hören. Und die 12-jährige Amelie aus St. Leon-Rot spielt heute dank ihrer Cochleaimplantate Theater und Geige und besucht ein normales Regel-Gymnasium. Alle HörPaten haben eines gemeinsam: Sie haben eine erfolgreiche Implantation bereits hinter sich und möchten ihre Erfahrungen gerne weitergeben. Es ist ganz einfach, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten: Auf der Webseite www.hörpaten.de finden sich die Geschichten der HörPaten – und über nur einen Klick kann man ihnen eine Nachricht schicken. Für einen unverbindlichen Austausch und um all die Fragen loszuwerden, die nur jemand beantworten kann, der selbst ein Implantat nutzt.


Technik, die das Leben verändert

Bis heute ist das Cochleaimplantat die einzige Technologie, die bei gehörlosen Menschen ein fehlendes Sinnesorgan ersetzen kann. Ein Cochleaimplantat- System besteht aus zwei Teilen: dem externen Audioprozessor, der hinter dem Ohr oder sogar frei vom Ohr getragen wird, und dem internen Implantat unter der Haut. Der Audioprozessor wandelt akustische Reize um und gibt sie an das Implantat weiter – so hilft ein CI Menschen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit, wieder hören zu können.
MED-EL hat mittlerweile die breiteste Produktpalette implantierbarer Lösungen, je nach Art und Ausprägung des Hörverlusts: Wenn medizinische Gründe gegen ein Hörgerät sprechen, stehen auch Mittelohrimplantate wie die Vibrant Soundbridge oder die BoneBridge Knochenleitungsimplantate zur Verfügung. Ist noch ein Restgehör vorhanden, helfen Systeme für Elektrisch Akustische Stimulation (EAS) – eine Kombination aus Cochleaimplantat und Hörgerät.

Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Hörimplantat und die Operation. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und wird bei Patienten jeden Alters durchgeführt. Ein Hörimplantat ermöglicht auch bei älteren Erwachsenen bessere Kommunikation, mehr Unabhängigkeit und stärkeres Selbstvertrauen. Grundsätzlich gilt: Je früher altersbedingter Hörverlust behandelt wird, desto höher ist die Lebensqualität auch in hohem Alter.

Mehr Informationen aus erster Hand gibt es unter www.hörpaten.de


Über die HörPaten

Das HörPaten-Programm möchte bei einer informierten Entscheidung vor einer Implantation bestmöglich unterstützen – mit ausführlichem Hintergrundwissen und aktuellen Informationen aus erster Hand. Die Vielzahl der im Internet verfügbaren Informationen ist oftmals erschlagend und ohne eine Einordnungshilfe wenig nützlich. So unverzichtbar die Aufklärung durch ärztliche Fachkräfte und medizinische Broschüren auch ist, können manche Fragen ausschließlich durch Träger von Hörimplantaten selbst beantwortet werden. Ganz gleich, ob für Elternteile eines schwerhörigen Kindes oder für selbst von Schwerhörigkeit Betroffene: Das HörPaten-Programm vermittelt Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung teilen können.


Das HörPaten Programm hilft:
  • mit gleichgesinnten Hörimplantat-Patienten Verbindung aufzunehmen
  • sich mit Menschen, die diese Situation genau kennen, über Gedanken und Gefühle auszutauschen
  • von der gesammelten Erfahrung anderer Anwender zu profitieren
  • Antworten auf Fragen zu bekommen, die man einem Arzt nicht stellen möchte
  • zu verstehen, wie das Leben mit Implantat wirklich aussieht
  • wertvolle Tipps für den Alltag mit Implantat zu erhalten
  • mit Implantat-Trägern in einem weltweiten Online-Forum in Kontakt zu treten

Pressekontakt

Julia Kujawa
Tel: +48 8151 770 373
MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH
Moosstraße 7 / 2.OG
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Deutschland

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