MED-EL

Das Unternehmen

MED-EL Medical Electronics mit Hauptsitz in Innsbruck ist führender Anbieter für Hörimplantatsysteme. Das von DI Dr. Ingeborg und Prof. Dr. Erwin Hochmair gegründete Familienunternehmen zählt zu den Pionieren der Branche. MED-EL bietet derzeit die breiteste Produktpalette implantierbarer Lösungen für Menschen mit Hörverlust an. Kontinuierliche, hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung stehen an erster Stelle.

Die Unternehmensgeschichte:
Eine Vision wird Realität

Der Grundstein für MED-EL wurde in den 1970er Jahren an der Technischen Universität Wien gelegt. Dort erforschten die Wissenschaftler DI Dr. Ingeborg und Prof. Dr. Erwin Hochmair die grundlegenden Voraussetzungen für die Stimulation von Nervensträngen mit elektrischen Signalen sowie Klangverarbeitungstechnologien. Das von ihnen entwickelte, weltweit erste mikroelektronische Mehrkanal-Cochlea-Implantat wurde am 16. Dezember 1977 vom Chirurgen Prof. Kurt Burian einem Patienten eingesetzt. Dieser Erfolg bestärkte die beiden Wissenschaftler in der kontinuierlichen Weiterentwicklung und war Anlass für die Gründung von MED-EL. Im März 1990 wurden die ersten Mitarbeiter eingestellt. Die Vision der Unternehmensgründer, mit innovativer Medizintechnik Hörverlust zu überwinden und den Menschen ihre Forschung zunutze zu machen und ihnen so die Welt des Hörens zu erschließen, wurde realisiert.

Derzeit ist MED-EL in 117 Ländern vertreten. Über 95 Prozent der Hörimplantate werden exportiert und von rund 3000 HNO-Kliniken weltweit abgenommen. MED-EL ist nach wie vor ein Privatunternehmen und eigentümergeführt.

Forschung, Design & Entwicklung:
Mit Innovationen Zukunft sichern

Seit der Gründung investiert MED-EL fortwährend in Forschung, Design und Entwicklung. Diese Bereiche sowie die Fertigung sind in der Firmenzentrale in Innsbruck angesiedelt. Die Forschungsquote beträgt 15% vom Umsatz.

Neue Standards und wegweisende Innovationen bestätigen den konsequenten Weg. Dazu zählen etwa die EAS-Technologie (Elektrisch Akustische Stimulation), welche die Lebensqualität von Menschen mit partiellem Hörverlust deutlich verbessern kann, das dünnste Cochlea-Implantat mit Titangehäuse auf dem Markt, neue Sprachkodierungstechnologien (Fine Hearing™) für möglichst detailliertes Hören, flexible Elektrodenträger für besonders schonende Implantation oder das weltweit erste aktive Knochenleitungsimplantat Bonebridge™. Die Forschungstätigkeit von MED-EL wird von der Entwicklung neuer Technologien und der klinischen Anwendung getrieben und hat ihre Wurzeln sowie Kernkompetenzen auf dem Gebiet der Neurostimulation.

Der Erfolg basiert auf der engen, interdisziplinären Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Forschern und Entwicklern (Engineering, Software, Physik, Chemie, Medizin etc.). Diese Vernetzung sorgt für Innovationen, die die Marktführerschaft von MED-EL sichern und ausbauen. MED-EL ist ferner an zahlreichen EU Forschungsprogrammen und dem Christian Doppler Labor an der Universität Innsbruck beteiligt. Das Unternehmen fördert darüber hinaus angewandte Forschung mittels internationaler und nationaler Kooperationen mit über 100 Forschungseinrichtungen.

Die Welt des Hörens:
Breite Palette an Hörimplantatsystemen

MED-EL bietet mit dem Cochlea-Implantatsystem SYNCHRONY, dem SYNCHRONY EAS System für kombinierte Elektrisch Akustische Stimulation, dem Mittelohr-Implantat-System VIBRANT SOUNDBRIDGE™, dem Hirnstammimplantat (ABI) und der Bonebridge™ die umfangreichste Auswahl an Hörimplantatsystemen. Zu unserem Produktportfolio gehört auch unser neues implantationsfreies Knochenleitungshörsystem ADHEAR. Die Produkte überzeugen durch Benutzerkomfort, Leistung und Zuverlässigkeit.

Lebensqualität verbessern

Die Lösungen von MED-EL ermöglichen es, Gehörlosigkeit als Kommunikationsbarriere zu überwinden und eröffnen den Patienten eine neue Lebensqualität. Der Bedarf weltweit ist nach wie vor hoch: Derzeit erhalten weniger als 10 Prozent der neu ertaubten Menschen ein Implantat, obwohl ihre Lebensqualität dadurch stark verbessert werden könnte. In den bestentwickelten Ländern werden jährlich rund 25 Cochlea-Implantate pro Million Einwohner eingesetzt, in anderen Regionen sind es nur fünf oder weniger. Dabei ist es insbesondere bei Kindern von großer Bedeutung, die Versorgung mit einem Implantat so früh wie möglich sicherzustellen. Denn nur ein Kind, das hört, kann Sprache richtig verstehen und erlernen. Auch die spätere Schul- und Berufslaufbahn eines Kindes ist eng mit gutem Hören verbunden, in besonderem Maße auch seine emotionale und soziale Reifung.

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