Wie funktioniert
Automatic Sound Management

Einfaches Wechseln zwischen Hörumgebungen
ohne Änderung der Einstellungen

Alltag ist überall – in einem ruhigen Park oder in einem lauten Restaurant, in einem geschäftigen Bahnhof oder an einem stillen Strand. MED-EL bietet Technologien, mit denen Sie beste Hörleistungen im alltäglichen Leben erzielen können – vollkommen automatisch.

Bei anderen Prozessoren müssen die Nutzer für ein optimales Hörerlebnis häufig Programm- oder Einstellungsänderungen vornehmen. Die überragende Signalvorverarbeitung mit Automatic Sound Management (ASM) erkennt dagegen automatisch Änderungen der Hörsituation und nimmt die entsprechenden Anpassungen selbsttätig vor.

So funktioniert Automatic Sound Management
Damit das Cochlea-Implantat die ankommenden Schallinformationen wirksam verarbeiten kann, muss der große (120 dB) akustische Dynamikbereich des gesunden Gehörs auf einen für die elektrische Stimulation akzeptablen Bereich (30 dB) komprimiert werden. Zu diesem Zweck nutzen alle MED‑EL Audioprozessoren die als „Automatic Sound Management“ (ASM) bezeichnete Signalvorverarbeitung. ASM besteht aus einer zweistufigen Automatischen Verstärkungsregelung (Automatic Gain Control, AGC), die für einen breiten Eingangsdynamikbereich (Input Dynamic Range, IDR) und eine automatische Lautstärkeregelung sorgt.

Der Eingangsdynamikbereich (IDR) ist eines der wichtigsten Merkmale der Audioprozessortechnologie. Studien haben gezeigt, dass nur ein breiter IDR eine adäquate Sprachwahrnehmung im Störgeräusch erlaubt.1,2 Sämtliche Prozessoren  von MED-EL haben einen IDR von 75 dB. Mit diesem IDR werden alle Signale innerhalb des Bereichs von 25 dB bis 100 dB SPL verarbeitet. Dies ermöglicht die detaillierte Verarbeitung sehr vieler Schallinformationen.

Die automatische Lautstärkeregelung gleicht die verschiedenen Eingangsschallpegel aus, die in alltäglichen Hörsituationen auftreten können – von leisem Flüstern bis hin zu lauter Sprache. Durch sie wird sichergestellt, dass selbst bei starken Hintergrundgeräuschen Sprache weitestgehend unabhängig von der Lautstärke der Sprachsignale wahrgenommen wird. So können Nutzer von MED‑EL Audioprozessoren leise und laut Gesprochenes genau so gut verstehen, wie Gesprochenes in normaler Lautstärke. Das Gleiche gilt für mit wechselnder Lautstärke Gesprochenes – es bleibt genauso verständlich wie Worte, die mit konstanter Lautstärke gesprochen werden.3

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Die Audioprozessoren von MED-EL besitzen außerdem eine zweistufige Automatische Verstärkungsregelung (Automatic Gain Control).4 Dank dieser Technik können die Nutzer sowohl sehr laute Geräusche, wie z. B. ein Flugzeug, als auch sehr leise Geräusche, wie z. B. Geflüstertes, in einer angenehmen Lautstärke hören. Die Zweistufigkeit gewährleistet außerdem, dass ein plötzlicher Anstieg der Lautstärke nicht zu einer unangenehmen Lautstärkewahrnehmung beim Nutzer führt. Darüber hinaus verhindert die Zweistufigkeit, dass der Nutzer im Anschluss an ein erstes lautes Signal übermäßig dumpfe Töne wahrnimmt. Die Schallsignale werden also stets so verarbeitet, dass das Sprachverständnis maximiert wird und die feinen Lautstärkeunterschiede der einzelnen Signale wahrnehmbar bleiben. 

Während die Nutzer anderer Prozessoren diese häufig vom Ohr nehmen müssen, um die Einstellungen an die jeweilige Umgebung und den Schallpegel der Hintergrundgeräusche anzupassen, können sich die Nutzer von Audioprozessoren mit ASM darauf verlassen, dass diese Änderungen automatisch für sie vorgenommen werden. Dies ist vor allem für Babys und Kleinkinder wichtig, die noch gar nicht in der Lage sind, akustische Änderungen in ihrer Umgebung zu erkennen. Die Eltern müssten ansonsten häufig die Einstellungen am Prozessor ihres Kindes ändern, um die beste Hörleistung für ihr Kind zu erzielen.

ASM mit dem breiten Eingangsdynamikbereich und der automatischen Lautstärkeregelung bietet dem Nutzer ein optimales Hörerlebnis – ob auf einem Flughafen, im Konzert, bei einer Geschäftsbesprechung, im Restaurant oder in den eigenen vier Wänden. 

  1. Spahr, Dorman, Loiselle (2007): Performance of Patients Using Different Cochlear Implant Systems: Effects of Input Dynamic Range
  2. Haumann et al., 8th International Conference of the European Society of Paediatric Otorhinolaryngology, Budapest, 8.–11. Juni 2008: Influence of the Front End Processing on Speech Perception with Cochlear Implants of Various Manufacturers
  3. Nopp P. et al, Performance with the OPUS 2 processor in a roving-level speech test, vorgestellt auf dem 9th European Symposium on Paediatric Cochlear Implantation, Warschau, 2009
  4. Stöbich, Zierhofer, Hochmair (1999): Influence of Automatic Gain Control Parameter Settings on Speech Understanding of Cochlear Implant Users Employing the Continuous Interleaved Sampling Strategy

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